Film & Vortrag im Rahmen der Reihe „Psychoanalyse & Kunst“
„Doktor Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“ Stanley Kubrick 1963
im Rahmen der Reihe „Psychoanalyse & Kunst“ mit Peter Gabriel (Heidelberg)
„Doktor Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben“ ist eine bissige weltberühmte Satire des Kultregisseurs Stanley Kubrick auf die Absurditäten der Hochrüstung und des Kalten Krieges. Der Vortrag wird sich vor allem der aktuell wieder wichtig gewordenen Frage widmen, inwieweit die weiterhin bestehende erschreckende Realität in der filmischen Darstellung repräsentiert wird.
Über den Film
Ein geisteskranker amerikanischer General, Jack D. Ripper (Sterling Hayden), fühlt sich durch die kommunistische Weltverschwörung mehr und mehr bedroht. Eines Tages dreht er völlig durch. Er setzt die amerikanische Atombombenflotte Richtung Sowjetunion in Marsch. Weil der General das Geheimnis des Rückruf-Codes schließlich mit ins Grab nimmt, ist der amerikanische Präsident Muffley (Peter Sellers) gezwungen, dem Sowjetpremier am Roten Telefon alle Einzelheiten über die anschwebenden Todesbomber zu verraten. Die rote Abwehr kann alle Bomber abschießen - bis auf einen!
1963 während des Vietnamkriegs und kurz nach der Kuba-Krise in England gedreht. Seine Veröffentlichung versuchte das US-amerikanische Militär zu verhindern, da man eine zu große Beunruhigung der Bevölkerung befürchtete; der Filmstart wurde wegen der Ermordung Kennedys auf Januar 1964 verschoben.
Heute gilt der Film als eine der erfolgreichsten (schwarzen) Komödien der Filmgeschichte.
Drama, Großbritannien 1963, Regie: Stanley Kubrick ("2001 - Odyssee im Weltraum", "Shining"), 94 Minuten, FSK 16
Eintritt 6 Euro



