Das Finale des Elemente-Zyklus fragt nach unserem Umgang mit der Erde – mit einem Element, das zugleich ein Planet – und somit unsere Heimat ist.
Die Erde ist Korrektiv, Inspiration, sie ist Heimat. Von ihr kommen wir, zu ihr gehen wir. Ohne sie sind wir verloren. Wer sich mit der Erde beschäftigt, mit ihrer atemberaubenden Größe, ihren perfekt ausbalancierten Ökosystem, ihren kaum zu greifenden Entstehungszeiträumen – wer sich also wirklich auf diese Dimensionen einlässt, spürt: Wir sind klein. Wir haben alles von ihr zu lernen. Und wir hören ihr zu selten wirklich zu.
Quer durch die viereinhalb Milliarden Jahre ihrer Geschichte bis hin zu den drängendsten Gegenwartsfragen spannt die Deutsche Tanzkompanie im Abschluss des Elemente-Zyklus den Bogen. Dabei erscheint die Erde als Element genauso wie als Planet. Und auch formal wagt der Abend eine Dopplung: In der Zusammenarbeit mit zwei Choreograf*innen entstehen zwei unabhängige Stücke, die auf unterschiedliche Weise dieselben Fragen stellen:
Wie müssen wir mit der Erde umgehen, damit sie uns Heimat bleibt? Damit wir uns weiter klein und im besten Fall geborgen fühlen können in ihrer berührenden Gegenwart? Welche Rolle haben wir zu spielen in ihrer grandiosen Geschichte? Und was ist ihre eigene Antwort auf diese unsere Fragen?



