Farbe und Form - Klaus J. Albert Stahlskulpturen und Walter Kröhnke Gemälde und Zeichnungen

30.04.27 in Kühlungsborn

2010, Stahlskulptur // © Museum Atelierhaus Rösler-Kröhnke

Die nächsten Termine:

  • Freitag, 30.04.202711:00 Uhr
Ausstellung

Für die Herbstausstellung 2026 wurde zu dem Maler Walter Kröhnke (1903 vermisst 1944) der in Lübstorf lebenden Bildhauer Klaus-J. Albert (geb. 1943) eingeladen.

Nach dem Studium bei Karl Hofer fand Walter Kröhnke, der auf Reisen nach Südfrankreich und Paris die französische Avantgarde kennenlernte, sehr schnell zu einer ganz persönlichen Bildsprache. Typisch ist eine beinahe kühle, zurückgenommene Farbigkeit und sensible, differenzierte Grau-und Brauntöne überwiegen, die immer klar und frisch wirken. Er gliedert seine landschaftlichen und figürlichen Kompositionen häufig durch andersfarbige schwingende Linien. Zur Anregung für seine Zeichnungen und Bilder brauchte er die real erlebte Landschaft.

Man wird in unserer Zeit nur selten einem Künstler begegnen, der in seinem Werk eine solche Klarheit, einen solche Ordnung ausgeprägt hat wie Walter Kröhnke … Was hier so anspricht, ist die innere Harmonie, ist die Sicherheit mit der Naturform in Kunstform umgegossen ist“. (Doris Schmidt in der FAZ 1946)

Nach einer ersten Einzelausstellung 1936 in der Galerie f & f am Kurfürstendamm, die heftige Empörung von linientreuen Parteigenossen auslöste, war sehr deutlich, dass diese Kunst unerwünscht war und er nur noch im Geheimen malen konnte. 1943 fiel auch das Atelier den Bomben zum Opfer und damit verbrannten ca. 200 Bilder. Einige wenige Arbeiten konnten durch Auslagern gerettet werden, die nun in der geplanten Ausstellung zu sehen sind.

Gerade die sanft schwingende Gliederung der Werke Walter Kröhnkes, haben uns dazu angeregt, den Metallgestalter Klaus J. Albert) als passendes Gegenüber aufzufordern, sich mit seinen Kleinplastiken aus Stahl an der Ausstellung zu beteiligen.

Albert entwickelt seine Skulpturen durch Faltungen und konstruiert so auf scheinbar einfache Weise eine Vielzahl von räumlichen Gestaltungsmöglichkeiten. Hin und wieder werden einzelne Flächen einer Stahlplastik farbig bemalt, was sie zusätzlich reizvoll macht. Spiralen, Schwünge und Bögen sind ebenso Ausdrucksmittel für äußerst fantasievolle konkrete, räumliche Gebilde.

„Die inhaltliche Grundaussage des umfangreichen Œuvres besteht in dem Erlebnis dieses elementaren Spannungspotentials aus der Form selbst heraus. Albert will den Betrachter emotional erreichen um ihm über die Anschauung Anregungen für ganz eigene weiterführende Assoziationen und Gedanken zu vermitteln.“ Er zeigt mit seinem umfangreichen künstlerischen Schaffen auf eindrucksvolle Weise, „dass die traditionsreiche Metallgestaltung der zeitgenössischen Kunst wertvolle und unverzichtbare Impulse zu geben vermag, wenn sie sich als Ausdruck von starken, tief in der Persönlichkeit verankerten künstlerischen Wertvorstellungen und Idealen manifestieren kann.“ (Hans-Peter Jakobson)

Die Hamburger Kunsthistorikerin Dr. Gabriele Himmelmann wird in Werke der beiden Künstler einführen und der Percussionist Walter Martinez die Eröffnung musikalisch gestalten.

 


Wissenswertes

Preise

Ticket Normal: ab 0 €

Veranstaltungstermine
  • Freitag, 30.04.2027 11:00 Uhr
Veranstaltungsort

Museum Atelierhaus Rösler Kröhnke, Schloßstr. 4, 18225 Kühlungsborn

Schloßstr. 4
18225 Kühlungsborn


Kontakt zum Veranstalter

Museum Atelierhaus Rösler-Kröhnke

Schlossstr. 8
18225 Kühlungborn


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