Erinnerung an die Menschen, die während der NS-Zeit ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden
Wie wollen wir heute an Menschen erinnern, die während der NS-Zeit ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Fests der Vielfalt – einem Nachmittag, der historisches Erinnern mit kreativer Auseinandersetzung, Begegnung und Beteiligung verbindet.
Jugendliche aus der Region haben sich gemeinsam mit Künstlerinnen mit der Geschichte der Domjüch beschäftigt und zeitgemäße Formen des Erinnerns entwickelt. Ihre Arbeiten werden auf dem Fest präsentiert und laden zum Nachdenken, Mitmachen und Austauschen ein.
Vor 85 Jahren, am 11. Juli 1941, wurden 100 Patientinnen und Patienten der damaligen Landesirrenanstalt Domjüch in die Tötungsanstalt Bernburg deportiert und ermordet. Mit 100 Kerzen wird an sie erinnert – alle Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, sich daran zu beteiligen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Menschenwürde, Vielfalt und gesellschaftliche Verantwortung zu setzen.
Das Programm umfasst Künstlerinnen-Gespräche, Ausstellungen, Rap und Poesie, Keramikkunst, Medienprojekte, Zukunftspostkarten, inklusive Kurzfilme und Musikvideos sowie vielfältige Mitmach-Angebote für Kinder und Erwachsene. Den Abschluss bildet das interaktive Playback-Theater „Blickzurücknachvorn". Für Essen und Getränke ist gesorgt.
Eintritt frei | Keine Anmeldung erforderlich
Wer einen Shuttleservice benötigt, meldet den Bedarf bitte bis Freitag, 10. Juli 2026, 15:00 Uhr unter info@domjuechsee.eu an.
Weitere Informationen: www.domjuechsee.eu




