Führung mit Simeon Guttenhöfer
Der Gutsgarten in Hugoldsdorf ist seit Jahrhunderten gärtnerisch genutzt worden. Vor 1945 war er der Hausgarten des Gutes. Nach der Enteignung der Gutsherren hatten die in den beiden Gutshäusern eng zusammenlebenden Menschen, viele aus dem Osten vertriebene, das Gelände zum Teil in Parzellen aufgeteilt. Nach der Wende 1989 wurden Haus und Gelände verlassen und es wuchs fast alles zu. Als das Grundstück 2006 freigekauft wurde, um es in ein Nutzungseigentum zu verwandeln, wurden die Hochstamm-Obstwiese, die Hecken und alte Baumgruppen herausgeschält, der Garten zum Eigenbedarf an Gemüse nutzbar gemacht und der Park großzügig freigeschnitten. Es wurden Wege angelegt und freigehalten und einzelne Orte, eine Wiese, ein Baum, eine Sitzecke, gepflegt.
Seit fünf Jahren bin ich, Simeon Guttenhöfer, vor Ort und habe begonnen, den Gemüsebau zu vergrößern, Kompostarbeit für die Steigerung der Fruchtbarkeit zu machen, die Obstanlage zu pflegen und mit zwei kleinen Mutterkühen das Gelände noch offener werden zu lassen. Es geht bisher nicht um das Wirtschaftliche, sondern darum, zu üben: sowohl die Landbaukunst bis ins Detail als auch das Arbeiten aus Liebe zur Sache. Für beides ist mir die biologisch-dynamische Arbeitsweise eine unerschöpfliche Quelle. Sie bindet die Landarbeit an die kulturelle Arbeit der anderen Menschen vor Ort. Wie könnte ein moderner Landbau aussehen? Darüber denke ich nach und probiere aus. Wie solch ein Versuchen sich äußert, kann man auf der Führung sehen. - Und natürlich nicht zu vergessen das historische Gelände und Gutshaus.
Teilnahme: 9 Euro



