Hey, Alter! - Buchlesung
Info zu »Hey, Alter!« und Autor
Die Jungen ahnen, die Alten wissen es: Alt zu werden ist nicht unbedingt lustig. Aber es hat auch seine komischen Seiten. Der Autor, selbst seit vielen Jahren im Ruhestand, hat einen Blick für die skurrilen Momente im Rentnerleben. In 40 Kurzgeschichten nimmt er mit Witz und Ironie die Macken, Marotten und Malaisen seiner Altersgenossen aufs Korn, vor allem natürlich die eigenen, die allerdings vielen bekannt vorkommen dürften.
Was Älteren an (gefühlter) Weisheit zuwächst, geht mit Verlusten anderswo einher. Schon wegen der ständigen Arztbesuche hat der Ruhestand wenig mit Ruhe zu tun. Manche möchten auch im Lehnsessel noch das große Wort führen, andere versuchen auf den letzten Metern nachzuholen, was sie im langen Lauf des Lebens versäumt haben, und fast alle sind anfällig für Ratgeber, die ihnen das Letzte abverlangen: nämlich körperlich und geistig fit, ja sogar jung zu bleiben!
Kurz: Man braucht Humor, um diesen Lebensabschnitt zu meistern. Insofern sei »Hey, Alter!« ein Geschenk für Leute, die schon alles haben: das entsprechende Alter, hier und da Zipperlein, Probleme mit digitaler Technik. Lücken im Gedächtnis und im Gebiss, vor allem aber: Humor. Das versichert der Berliner Enno-Verlag, in dem das Buch erschienen ist.
Der Autor Jürgen Nowak hat die letzten 25 Jahre seines Arbeitslebens beim Berliner Satiremagazin »Eulenspiegel« verbracht, das in der DDR jede Woche 500 000 Exemplare verkaufte. In den Wirren der friedlichen Revolution wurde Nowak zum Chefredakteur bestimmt - von seinen Kolleginnen und Kollegen, die sich ermächtigt fühlten, in freier demokratischer Selbstbestimmung ihre Redaktionsleitung selbst zu wählen. Erst später wurde ihnen bewusst, dass Demokratie am Arbeitsplatz nicht so sehr gefragt war.
Immerhin konnte der »Eulenspiegel« alle Übernahmeversuche durch große Verlage abwehren. Jürgen Nowak ist heute noch Herausgeber des Blattes.



