Am 4. Februar eröffnet die erste Einzelausstellung der Leipziger Malerin Kristina Schuldt in der Kunstsammlung. Sie zeigt neueste Gemälde und Arbeiten auf Papier der Künstlerin, die eine ikonische, zeitgenössische Bildsprache von hoher Intensität entwickelt hat. Die Ausstellung ist bis zum 3. Mai zu sehen.
In den farbintensiven Bildern von Kristina Schuldt verschmelzen kunsthistorische und literarische Referenzen mit politischen, feministischen und persönlichen Themen zu rätselhaften, zugleich humorvollen Kompositionen. Ihre Bilder reflektieren die zerstreute Aufmerksamkeit unserer hochvernetzten Gegenwart und vermitteln den Menschen als eine im Bildraum gleichzeitig ein- wie auftauchende Gestalt.
Mit multiperspektivischen, fragmentierten Formen und expressiven Farbverläufen knüpft Schuldt an die Bildgestaltungen des Kubismus an. Georges Braque, Tamara de Lempicka und Fernand Léger ebenso wie die Farbigkeit Sonia Delaunays scheinen in ihren Kompositionen nachzuklingen. Diese Elemente fungieren als Vokabular einer Bildsprache, mit der Schuldt Unordnung, Zufall, Gleichzeitigkeit und Unsicherheit transportiert – und damit ein Lebensgefühl unserer Zeit einfängt.
Zur Künstlerin
1982 in Moskau geboren, emigrierte Kristina Schuldt Mitte der 1980er Jahre mit ihren Eltern nach Neubrandenburg, wo sie aufwuchs und erste künstlerische Impulse erhielt. Nach ihrem Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, das sie 2012 als Meisterschülerin von Neo Rauch abschloss, entwickelte sie ein eigenständiges Werk mit Fokus auf die menschliche Figur, insbesondere dem weiblichen Körper. Heute lebt und arbeitet Schuldt in Leipzig. Ihre Werke wurden in zahlreichen internationalen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und sind weltweit in institutionellen wie privaten Sammlungen vertreten.
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit der Galerie EIGEN + ART Leipzig/Berlin.



