Autor Dr. Volker Kartheus liest am 1. Oktober im Vineta Museum Barth aus seinem neuen Buch über die Sage der versunkenen Stadt. Seine Recherche führt zu einem Ergebnis, das die Region um den Zingst betrifft.
Der Förderverein Vineta-Museum Barth e.V. lädt am 1. Oktober um 18.30 Uhr zu einem Kultursalon ins Vineta Museum ein. Autor Dr. Volker Kartheus stellt dort sein im April 2026 erschienenes Buch „Was wurde aus Vineta? Eine Megastadt verschwindet. Auf neuen Spuren zu einer versunkenen Stadt" vor und liest daraus.
Kartheus untersucht die Sage der Handelsstadt Vineta, die der Überlieferung nach vor rund 900 Jahren in einer stürmischen Novembernacht im Meer versank. Für seine Recherche wertet er Chroniken, Lieder, Märchen und archäologische Theorien aus. Als Ergebnis verortet er die Legende in der Region um den Zingst.
Seit 1999 gilt auch Barth als möglicher Ort der versunkenen Stadt. Der Publizist Günter Wermusch und Dr. Klaus Goldmann vom Berliner Museum für Ur und Frühgeschichte legten damals sprachwissenschaftliche Deutungen von Orts und Flurnamen der Region vor, die aus ihrer Sicht auf Vineta bei Barth hindeuten. Die Stadt ließ sich den Namen „Vineta" noch im selben Jahr beim Deutschen Patentamt schützen.
Kartheus, während des Zweiten Weltkriegs in Posen geboren, stammt aus einer Familie, die seit Generationen von Rügen kommt. Er studierte Mathematik in Bonn, promovierte in Heidelberg und beschäftigte sich anschließend auf Helgoland mit mathematischen Methoden in der Meeresbiologie. Nach der Wende versuchte er auf Rügen, eine private Fernuniversität zu gründen, kam dabei mit dem Philosophen Karl Popper in Kontakt und widmete sich später von Flensburg aus der Suche nach Vineta und Jomsburg.



