Im Gespräch mit der Caspar-David-Friedrich-Preisträgerin 2026
Die Wahl der Jury des CDF-Preises 2026 fiel auf Hajin Jeong. Damit erhält die junge Künstlerin mit „Soft Hours“ ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland. Ihre vielfältigen und farbintensiven Malereien schmücken nun bis zum 19. Dezember die vier Räume der Caspar-David-Friedrich-Galerie.
Ein Kunstgespräch am 6. November um 17.30 Uhr verrät mehr über ihre Arbeitsweise, Motive und einzelnen Werke. Dabei können Sie auch selbst mit der Künstlerin in einen Dialog treten. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Über eine freiwillige Spende zur Unterstützung unserer Arbeit freuen wir uns sehr.
Über die Ausstellung:
„Soft Hours“ vereint Gemälde der Künstlerin: emotional aufgeladene Szenen, die unbewusst gesammelt und in der Erinnerung bewahrt werden. Die Werke beginnen mit flüchtigen Landschaften und Augenblicken, mit Ausblicken und Orten, die lange emotional nachwirken. Anstatt diese Szenen so wiederzugeben, wie sie einst waren, lässt Jeong zu, dass Erinnerungen und Gefühle sie verwandeln. In der Offenheit der Malerei macht die Künstlerin den Betrachtern ihre eigenen Erinnerungen zugänglich, als Einladung zu einer einfühlsamen Verbindung. Die Landschaft verändert sich mit dem inneren Zustand, aus dem heraus sie gesehen wird. Spuren der Bewegung bleiben zurück. Durch Farbe und durch die Körperlichkeit der Malerei erhalten flüchtige Eindrücke eine neue Gestalt.
Hajin Jeongs teils provokanten und aufwühlenden Arbeiten sind von großer Vielsei tigkeit geprägt. Neben der Malerei arbeitet die Künst lerin an Leporellos und Künstlerbüchern und bedient dabei auch literarische Narrative. Mit Caspar David Friedrich verbindet sie unter anderem das Sammeln von Erinnerungen und Beobachtungen sowie das Zusammensetzen dieser im Atelier.
Hajin Jeong, 1995 in Seoul, Südkorea, geboren, hat Malerei an der Hongik Universität in Seoul und an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studiert. Sie lebt und arbeitet in Berlin.



