Regisseurin Franziska Stünkel spricht über ihren Film über den letzten Mann, der in der DDR hingerichtet wurde.
Der letzte Mensch, der in der DDR hingerichtet wurde, hieß Franz Walter. Er musste nur deswegen sterben, weil der Staat ein Exempel an ihm statuieren wollte. Mit diesem nahezu vergessenen Justizmord setzt sich Filmemacherin Franziska Stünkel auseinander. Die Regisseurin wird anwesend sein und über den Film, zu dem sie auch das Drehbuch schrieb, berichten.
NAHSCHUSS (Darsteller u.a. Lars Eidinger, Devid Striesow):
Der junge Franz Walter (LARS EIDINGER) hat gerade an der Humboldt-Universität promoviert, als er ein attraktives Angebot vom Auslandsnachrichtendienst der DDR erhält. Geblendet von den vielen Vorzügen, die der neue Job mit sich bringt, nimmt Franz das Angebot an. Gemeinsam mit seiner Freundin Corina (LUISE HEYER) genießt er zunächst das neue Leben. In seinem Vorgesetzten Dirk (DEVID STRIESOW) findet Franz einen ihm wohlgesinnten Mentor, der ihm während der gemeinsamen Auslandseinsätze in der BRD mit Rat und Tat zur Seite steht. Zunächst scheinen Franz‘ Missionen lediglich dem Informationsbedarf der DDR zu dienen, doch dieser wird bald größer und monströser. Als Franz bei seinen Arbeitsaufträgen plötzlich zu Mitteln greifen muss, die er nicht länger mit seinem Gewissen vereinbaren kann, entschließt er sich auszusteigen – doch der Geheimdienst will ihn nicht gehen lassen. Bald ist Franz bereit alle Grenzen zu überschreiten – und Alles zu riskieren. Franz‘ Überlebenskampf gegen ein erbarmungsloses System beginnt.



