Von A wie Akt bis Z wie Zitate erwarten den Besucher ca. 90 wunderbare Bild-Text-Kombinationen und faszinierende „Lichtbilder“, ergänzt von Sondertechniken.
Licht ist für einen Lichtbildner das Wichtigste.
„Das Licht brauche ich – die Farben mache ich mir selbst.“ so Klaus Ender
Im Mai 2026 hätte der vielseitige Künstler sein 60. Berufsjubiläum begangen. Ein besonderer Anlass für eine besondere Ausstellung.
„Licht & Lyrik“ zeigt einen Querschnitt des außergewöhnlichen Lebenswerkes von Klaus Ender. Sie umfasst Bilder der Genres Natur, Landschaft und Akt, und verbindet auf wunderbare Weise seine brillanten Fotografien mit seinen tiefsinnigen Gedichten und aussagestarken Aphorismen. Auch zum Thema Akt finden sich Bilder und Zitate, welche die dezente und sensible Auffassung des Ästheten – auch mit Worten – deutlich machen.
In der Aktfotografie zählte für ihn die natürliche Sinnlichkeit. Die Faszination des weiblichen Körpers, ohne Voyeurismus und von poetischer Schönheit kennzeichnen seine Bilder. In der Landschaftsfotografie faszinierte ihn vor allem das Detail, das Filigrane der Gräser, die Strukturen der Blätter, die Farbenpracht der Blumen. Er liebte das Glitzern auf dem Meer, ganz besonders Bäume, die für ihn Freunde waren, Nebel begeistere ihn und immer wieder das Licht. Per Langzeitbelichtung lässt er Bäume „tanzen“, Gegenlicht bringt die Sonne zum Gleißen, Streiflicht betont das vermeintlich Unscheinbare.
Seine Gedichte offenbaren nicht nur eine große Lebensweisheit, sondern auch seine Liebe zur deutschen Sprache. Sie erzählen von den vielen Möglichkeiten, das Leben sinnvoller zu gestalten, machen dabei vor kritischen Themen nicht Halt. Oft sind sie eine Hommage an die Natur. Dem Aphorismus – rhetorisch reizvoll und mit philosophischer Bedeutung – widmete sich der Denker in besonderem Maß.
Ob Akt- oder Landschaftsaufnahmen – sie sind geprägt von hoher Sensibilität und großem Respekt vor der Natur.



