Ärzte ohne Grenzen e.V. informiert in der Stadtteilvolkshochschule "Ehm Welk" über ihre Arbeit in Kriegs- und Krisengebieten. Die Krankenschwester Heidi Anguria berichtet von Einsätzen in Bangladesch und im Südsudan.
Die Krankenschwester Heidi Anguria war bereits in 17 Einsätzen mit Ärzte ohne Grenzen aktiv. In den Jahren 2022/2023 arbeitete sie als medizinische Teamleiterin im größten Geflüchtetencamp der Welt. Rund eine Million Rohingya flohen aus Myanmar auf die Halbinsel Cox’s Bazar in Bangladesch. „Die Menschen wurden mit brutaler Gewalt vertrieben. Nun müssen sie unter Bedingungen leben, die krank machen“, sagt Heidi Anguria.
„Unter anderem versorgten wir sehr viele Menschen, die an Krätze litten. Die Hautkrankheit breitet sich im Camp rasant aus. Denn den Menschen fehlen die Mittel wie Wasser, Seife oder saubere Matratzen, um sich zu schützen. Zudem behandelten wir viele Patient*innen gegen Hepatitis C, Lungenentzündungen oder Durchfälle.“
Heidi Anguria wird ebenso über ihren Einsatz im Südsudan sprechen: „In Lankien kämpften wir gegen eine Epidemie der Tropenkrankheit Kala-Azar. Sie wird durch den Biss einer Sandfliege übertragen. Unbehandelt verläuft sie meist tödlich.“
Heidi Anguria wird Fotos zeigen und die Abläufe in Projekten von Ärzte ohne Grenzen anschaulich erklären. Im Anschluss an den Vortrag können Sie ihr und weiteren Mitarbeitenden Fragen stellen zu unseren Einsätzen in Kriegs- und Krisengebieten weltweit.



