Die historische Gymnasialbibliothek
Schon oft wurde dem gedruckten Buch im digitalen Zeitalter das Ende bescheinigt. Die Realität zeigt, dass Bücher weiterhin gelesen werden und neben E-Books, Podcasts, Apps und Streaming-Portalen weiterhin ihren festen Platz in unserem Alltag haben.
Als Lehrerbibliothek mit der Eröffnung des Gymnasiums im Jahre 1869 eingerichtet, ist die historische Gymnasialbibliothek in Waren heute ein wichtiges Zeugnis der Kultur- und (Schul)Bildungsgeschichte. Schon der Raum, in dem die Bibliothek untergebracht ist, versetzt mit der Galerie und altem Mobiliar in vergangene Zeiten und ist der einzige Ort im Schulgebäude, der in seinem originalen Zustand erhalten geblieben ist. Zum Bestand zählen heute trotz gesellschaftlich bedingter Verluste 2793 Titel in 5000 Bänden und circa 8000 Schulprogramme. Letztere sind Jahresberichte des Gymnasiums, die heute eine wichtige Quelle für die Regionalforschung darstellen. Neben der historischen Gymnasialbibliothek in Waren ist in Mecklenburg-Vorpommern nur noch eine weitere in Bad Doberan erhalten geblieben.
Woher kamen die Bücher und wer betreute sie? Welche besonderen Ausgaben gibt es? Wie kam es zu den Verlusten und wie konnte ein Großteil der Bücher gerettet werden? Schülerinnen und Schüler des Wahlpflichtfaches „Schulgeschichte“ recherchierten dazu unter der Leitung ihres Lehrers Michael Sasse. Die Ergebnisse können nun in einer Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum Waren (Müritz) betrachtet werden.
Mit einem kleinen Einblick in das Schulprojekt und einer musikalischen Begleitung durch Schüler der 10. Klasse des Gymnasiums wird die Ausstellung am 8. Juli feierlich eröffnet.
Eröffnung am Mittwoch, dem 8. Juli 2026, um 17.00 Uhr
im Stadtgeschichtlichen Museum (Rathaussaal)



