Nach über 30 Jahren öffnet das Gutshaus Marxhagen seine Türen für interessierte Besucherinnen und Besucher. Bei Führungen über das historische Gutshausensemble erhalten Gäste spannende Einblicke in die Geschichte und Architektur des Gutes. Darüber hinaus erwartet die Besucher ein kleines Konzert.
Architekt des Schlosses war Theodor Krüger (1818–1885), ein Weggefährte des hannoverschen Neugotik-Begründers Conrad Wilhelm Hase. Nach ersten Gutshausbauten in Moltzow, Marxhagen und Harmshagen schuf er mit der Schweriner Paulskirche sein bedeutendstes Werk.
1905 übernahm Rittmeister Rudolph Probst kurzzeitig das Schloss, gefolgt von Paul von Eschenburg, der es 1937 an Ernst Gehrke verkaufte. Nach Kriegsende 1945 wurde das Anwesen enteignet, diente zeitweise der sowjetischen Verwaltung und anschließend vielfältigen öffentlichen Nutzungen, vom Flüchtlingsquartier über Schule und Kindergarten bis zur LPG-Küche. Nach 1990 gelangte das Schloss über die Treuhand an die Gemeinde, 1994 an die Familie Kaltenbacher und 2022 an die heutigen Eigentümer, die das Ensemble behutsam restaurieren. Zum Gut gehören Gutshaus, Eiskeller, Feldsteinscheune von 1831, Kutscherhaus und Park. Engagierte neue Besitzer, sanieren es jetzt behutsam.



