Sonntag, 21. Juni ab 11 Uhr Begrüßung und Rundgang Kaffeestand von Kaffeekontor Lassan, im Haus ein kleines Buffet mit Süßem und Herzhaftem Ab 11 Uhr Galerie und Kunsthandwerk aus dem Lassaner Winkel 13 I 15 Uhr Führungen durch das Herrenhaus 17 Uhr Klangerlebnisse mit dem KlangDuo 18 Uhr Ausklang - Ende
Der Greifswalder Kaufmann Moritz Voss erwarb 1836 die beiden von einem Bach getrennten Güter Bauer und Wehrland. Der neue Besitzer ließ in den Jahren 1838/39 das heute noch existierende Herrenhaus von Bauer, abseits vom Wirtschaftshof, nach dem Idealbild eines klassizistischen Landhauses, so wie es von David Gilly definiert wurde, errichten und einen Landschaftspark anlegen. Als Baumeister wird der frühere Schinkelmitarbeiter Carl August Menzel aus Greifswald vermutet. Das zweigeschossige verputzte Gebäude mit flachgeneigtem Dach ist durch kräftige Gesimse zwischen den Geschossen gegliedert. Die Mittelfront wird durch einen dreiachsigen Mittelrisalit mit Dreiecksgiebel betont. Die Zufahrt zum Gebäude ist durch eine Lindenallee und ein Rondell geordnet. 1867 veräußerte Voss das Doppelgut Bauer-Wehrland an die Familie von Quistorp, die bereits das Gut im benachbarten Ort Krenzow bewirtschaftete. In deren Besitz blieb das Gut Bauer bis zur Enteignung 1945. Dann ging das Gebäude in den Besitz der Gemeinde über und wurde durch Umbaumaßnahmen als Gemeindehaus mit verschiedenen Nutzungen eingerichtet. 1998 erwarben Prof. Dr. Hans-Gert Roloff und der Architekt Klaus Berge, mit seiner Familie das Herrenhaus Bauer sowie die dazugehörige Parkanlage. In einer schrittweisen, behutsamen Instandsetzung wurde das denkmalgeschützte Gebäude auf die klassizistische Grundstruktur zurückgeführt. Das Haus beherbergt heute die privaten Wohnbereiche der Familie. Im nahe liegenden Kutscherhaus können Gäste eine Auszeit vom Alltag nehmen. Auch die Besichtigung der kleinen Dorfkirche St. Nikolai zu Bauer, in Sichtweite des Herrenhauses, ist zu empfehlen. Hinter der Kirche erhält man eine herrliche Aussicht zum Achterwasser und zur Insel Usedom.




