Auftaktveranstaltung der diesjährigen Museumswinter-Vortragsreihe mit Prof. Dr. Marc von der Höh
Am Vorabend der Reformation erreichte die Marienverehrung in den Hansestädten des südlichen Ostseeraums eine letzte Blüte: Bruderschaften und Marienaltäre, Rosenkranzandachten und Memorialstiftungen prägten das religiöse Leben. Die durch die Reformation geprägte regionale Kirchengeschichtsschreibung hat diese Praktiken lange Zeit ausschließlich als Aberglaube gewertet. Der Vortrag setzt diesen Deutungen eine andere Perspektive entgegen, die weniger auf eine Wertung zielt, sondern die Funktion dieser Frömmigkeitsformen für die städtische Gesellschaft in den Fokus rückt.



