Vortrag und Gespräch mit PD Dr. Sebastian Voigt
Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Verein der Freunde und Förderer des Max-Samuel-Hauses e.V.
Die DDR bezeichnete sich als antifaschistischen Staat. Doch was war darunter konkret zu verstehen? Welche Faschismusdefinition lag diesem Anspruch zugrunde, und welche Rolle spielte dabei der Antisemitismus?
Im Vortrag geht Dr. Sebastian Voigt diesen Fragen nach und beleuchtet, wie in der DDR über Nationalsozialismus, Faschismus und die Ermordung der Jüdinnen und Juden gesprochen wurde - und ebenso, wo Themen ausgeblendet, relativiert oder anders als in der Bundesrepublik gewichtet wurden. Dabei nimmt er den erinnerungspolitische Umgang mit der Shoah in den Blick, einschließlich der Spannungen zwischen antifaschistischem Anspruch und real existierendem Antisemitismus.
Eingeordnet werden diese Aspekte in die lange Geschichte des Judenhasses, die weit vor dem Nationalsozialismus
beginnt: vom antiken Antijudaismus über den christlichen Judenhass des Mittelalters bis hin zum bürgerlich-politischen
Antisemitismus des 18. und 19. Jahrhunderts.
Der Eintritt ist frei.



