Im Garten des Museums Papenhof in Barth zeigt das Projekt Park-Moor-Land, wie eine historische Grünanlage dem Klima nützt und trotzdem Denkmal bleibt. Du schaust dir vor Ort an, was Gartenkultur und Klimaschutz verbindet, und gehst zusätzlich digital durch die Gartenbereiche.
Der Garten des Museums Papenhof an der Papenstraße 10 in Barth ist über sechs Jahrhunderte gewachsen. Am Anfang stand ein Heilkräutergarten der Priesterbruderschaft Kaland, die um 1490 das Haus als Versammlungsort nutzte. In herzoglicher Zeit entstand ein barockes Parterre. Im 19. Jahrhundert legte das Bürgertum einen romantischen Landschaftsgarten an. Heute wachsen dort alte Rosensorten und seltene Sträucher. Ein archäologisch freigelegter und originalgetreu wiederhergestellter Brunnen sowie Kunstobjekte gehören ebenfalls dazu.
An diesem Garten zeigt die Stadt Barth mit dem Projekt Park-Moor-Land, wie sich historische Anlagen klimaangepasst und ökologisch wertvoll weiterentwickeln lassen, ohne den Denkmalschutz zu verletzen. Das Projekt verbindet Klimaschutz, Biodiversität und Gartenkultur. Es wird im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz gefördert, und der Garten ist Schauplatz der zugehörigen Themenwoche.
Ein Informationsangebot erklärt dir die Ziele von Park-Moor-Land. Ein digitaler Rundgang führt dich durch die einzelnen Gartenbereiche und erzählt, wie sie entstanden sind und warum sie heute für aktuelle Klimafragen wichtig sind. Du kannst die Veranstaltung vor Ort besuchen oder digital verfolgen.
Barth galt früher als Gartenstadt in Vorpommern. Wer die Geschichte der Stadt versteht, versteht auch, warum ihre Gärten bis heute eine Rolle spielen. Das Museum Papenhof gehört mit dem Vineta Bürgerhaus und dem Bogislaw Platz zur entstehenden Barther Kulturmeile und liegt westlich der St. Marienkirche.



