Verleihung des Caspar-David-Friedrich-Preises 2026 und Eröffnung der Ausstellung der Preisträgerin
Bei der Vergabe des Caspar-David-Friedrich-Preises 2026 entschied sich die Jury im Oktober 2025 für Hajin Jeong, die gegenwärtig ein Meisterschülerstudium an der Hochschule für Bildende Künste Dresden absolviert. Neben einem Preisgeld und der Herausgabe einer Postkarten-Edition mit zwei Motiven erwartet die Gewinnerin nun eine Ausstellung in der Galerie des Friedrich-Zentrums. Die Preisverleihung findet am 10. Oktober 2026 um 14 Uhr in der Caspar-David-Friedrich-Galerie statt. Der Eintritt ist frei.
„Soft Hours“ ist die erste institutionelle Einzelausstellung, die Hajin Jeong in Deutschland zeigt. Sie vereint Gemälde der Künstlerin: emotional aufgeladene Szenen, die unbewusst gesammelt und in der Erinnerung bewahrt werden. Die Werke beginnen mit flüchtigen Landschaften und Augenblicken, mit Ausblicken und Orten, die lange emotional nachwirken. Anstatt diese Szenen so wiederzugeben, wie sie einst waren, lässt Jeong zu, dass Erinnerungen und Gefühle sie verwandeln. In der Offenheit der Malerei macht die Künstlerin den Betrachtern ihre eigenen Erinnerungen zugänglich, als Einladung zu einer einfühlsamen Verbindung. Die Landschaft verändert sich mit dem inneren Zustand, aus dem heraus sie gesehen wird. Spuren der Bewegung bleiben zurück. Durch Farbe und durch die Körperlichkeit der Malerei erhalten flüchtige Eindrücke eine neue Gestalt.
Hajin Jeongs teils provokanten und aufwühlenden Arbeiten sind von großer Vielseitigkeit geprägt. Neben der Malerei arbeitet die Künstlerin an Leporellos und Künstlerbüchern und bedient dabei auch literarische Narrative. Mit Caspar David Friedrich verbindet sie unter anderem das Sammeln von Erinnerungen und Beobachtungen sowie das Zusammensetzen dieser im Atelier.
Hajin Jeong, 1995 in Seoul, Südkorea, geboren, hat Malerei an der Hongik Universität in Seoul und an der Hochschule für Bildende Künste Dresden studiert. Sie lebt und arbeitet in Berlin.



