Nach dem historischen Überblick im ersten Teil der Buchvorstellung „Prostitution in der DDR“ im vergangenen Jahr widmet sich die Historikerin Steffi Brüning nun am Samstag, 25. Juli 2026, im Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin anhand ausgewählter Biografien konkreten Lebenswegen und Schicksalen von Frauen im Norden der DDR.
Dabei geht Brüning der Frage nach, wie die Anwerbung und beabsichtigte „Nutzung“ von Prostituierten als Inoffizielle Mitarbeiterinnen durch das Ministerium für Staatssicherheit in der Praxis funktionierte.
Die Stasi setzte sexuell freizügig geltende Frauen und Prostituierte unter anderem als „Honigfallen“ auf „operativ-interessante“ Personen an. Gleichzeitig mussten sie aber Repressionen fürchten, wenn sie anderen staatlichen Akteuren wie der Polizei, den Abteilungen Innere Angelegenheiten oder Akteuren im Gesundheitswesen auffielen. Brüning stellt dar, welche Strategien die Frauen im autoritären Staat der DDR dagegen etablierten.
Termin:
Samstag, 25. Juli 2026, 14.30 Uhr
Samstag im Archiv – mit Vortrag und Gespräch, Archivführung, Antragstellung, Beratung
Referentin:
Dr. Steffi Brüning, Historikerin, Rostock
Ort:
Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv Schwerin
Görslow, Resthof
19067 Leezen
Der Eintritt ist frei.



