Vernissage: Rolf Biebl (Plastik) und Matthias Kanter (Malerei)
Ort: Maschinenhaus
Rolf Biebl ist bekannt durch seine figürlichen Plastiken vom Abbildhaften des menschlichen Körpers bis hin zum expressiven freien Körperausdruck. Unvermittelt begegnet man Biebls Figuren an Plätzen, wo man sie nicht vermutet. So will er Menschen, die sonst keine Berührungspunkte mit Kultur haben, diese erleb- und anfassbar machen.
»Der gebürtige Vogtländer belädt seine Skulpturen, auch die gemalten und gezeichneten Körperbildnisse, mit all den Verformungen, die einem im Leben widerfahren können.
Und so ist es nicht ein Ideal vom Menschen, das er in den Raum stellt – in bemaltem Holz oder in weißem, fragmentarischem Marmor. Seine Figuren sind Ausdruck für Zeitgeist, für Anpassung, aber auch Widerstand, für das Unvollkommene gegen die allgegenwärtig suggerierte perfekte Äußerlichkeit. Diese Wesen scheinen verformt von der Last der Vergangenheit und der Gegenwart, von Zwängen und Resignation oder aggressiver Wut. Etliche aber wirken auch befreit.« (Ingeborg Ruthe)
Über Jahrzehnte hat Matthias Kanter seinen eigenen, von der Konzentration auf sein Werkzeug – die Farbe – dominierten Malstil herausgebildet. Seine räumlichen, oft sehr dynamischen, Bildgeschichten zeigen Harmonie und Spannungsfelder auf. Viele Farbschichten werden lasurartig über einander gelegt, es entstehen diese unverwechselbaren, dreidimensionalen Protagonisten, die zusammen oder widerstrebend im Bild mitwirken. Häufig lassen erst die Titel darauf schließen, woher die Idee für ein Bild kam oder welchen Künstler er mit seiner persönlichen Darstellung würdigt.
Ausstellung: 5. September bis 25. Oktober, Vernissage am 5. September um 17 Uhr
5 € / erm. 3,50 €


