Komödie von Nick Whitby
1939, Warschau. „Sein oder Nichtsein“ – das ist die Frage, wenn während des berühmten Hamlet-Monologs der junge Fliegeroffizier Sobinsky im Parkett aufsteht und verschwindet. Tiefgetroffen versteht Hamlet die Welt nicht mehr, derweilen geht der Offizier in die Garderobe von Maria Tura, allseits geliebte Schauspieldiva am Haus – und Ehefrau von Josef Tura, alias Hamlet.
„Sein oder Nichtsein“ fragt auch das Ensemble, dass sich neuerdings der Nazi-Zensur beugen muss und anstelle einer politischen Farce kurzerhand den „Hamlet“ auf dem Spielplan gesetzt hat. Als der Krieg ausbricht und eine geheime Liste mit den Namen polnischer Widerstandskämpfer auftaucht, beschließt die Theatergruppe alles daran zu setzten, dass dieses Papier nicht in die Hände der Nazis fällt. „Sein oder Nichtsein“ – auf der Weltbühne hebt sich der Vorhang: das Theater wird kurzerhand zum Gestapohauptquartier, Maria zur angehenden Spionin, Josef zu Gruppenführer Erhardt und das Ensemble muss zu Höchstform auflaufen.



