Toralf Zoldan ist seit 25 Jahren Fassadenkünstler, Sprüher und Kunstdozent. Beim Mittsommer Festival gibt er sein Wissen in einem zweitägigen Workshop weiter. Du lernst, wie du dein eigenes Wandgemälde, Logo, Stencil oder Graffiti entwickelst und umsetzt. Am Ende gestaltet die Gruppe gemeinsam einen Toilettencontainer auf dem Festivalgelände. Der Workshop ist kostenlos und wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!".
Toralf Zoldan kommt aus Rostock, ist seit 30 Jahren in der Szene und seit 25 Jahren hauptberuflich als Fassadenkünstler, Maler, Grafiker und Kunstdozent unterwegs. 2025 war er künstlerischer Leiter des FritzArt internationalen Fassadenkunstfestivals in Stavenhagen. Wenn jemand weiß, wie Urban Art funktioniert, dann er.
Beim Mittsommer Festival in Barth hält er einen zweitägigen Workshop, in dem du das Werkzeug bekommst, um deine eigene Bildsprache zu entwickeln. Du bringst deine Idee mit und Toralf hilft dir, daraus was Echtes zu machen.
Im Workshop geht es um Perspektive, Komposition, Farbenlehre, Typografie, Graffititechniken, Schablonen, Comic und Illustration. Du arbeitest mit Sprühlack, Acryl, Kohle, Gouache und anderen Materialien. Am Ende gestaltet die Gruppe gemeinsam einen Toilettencontainer auf dem Festivalgelände, ein Werk, das danach jeder sehen kann.
Der Workshop richtet sich an alle ab 10 Jahren. Vorkenntnisse brauchst du keine. Wenn du schon zeichnest, sprühst oder irgendwie kreativ bist, bringt Toralf das weiter, was du schon kannst.
Urban Art hat historisch enge Verbindungen zu Meinungsfreiheit, Protestkultur und demokratischen Bewegungen. Gleichzeitig nutzen rechtsextreme Gruppen Bildsprache im öffentlichen Raum, um menschenfeindliche Botschaften zu verbreiten. Im Workshop setzt du dich damit auseinander, was Bilder im Stadtraum bedeuten. Du lernst, extremistische Symbole und Codes zu erkennen und einzuordnen. Und du entscheidest gemeinsam mit der Gruppe, welche Botschaft ihr nach außen sichtbar machen wollt.
Das fertige Kunstwerk steht für Vielfalt, Respekt und Zusammenleben in Barth. Es bleibt nach dem Festival sichtbar und ist Teil des Projekts „Unsere Stadt, unsere Wände" im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie.
Die Teilnahme ist kostenlos und wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.



