Ein Vortrag zur Neptunwerft in der Zeit nach der Wende von Dr. Wolfgang Lange.
Referent: Dr. Wolfgang Lange, Rostock
Die Rostocker Neptunwerft hatte zur Wende 1989 über 7000 Beschäftigte. Nach der deutschen Wiedervereinigung wurde der Betrieb privatisiert, wurde zunächst treuhänderisch verwaltet und gehörte anfangs mit zum Bremer Vulkan-Verbund. Aufgrund von EU-Beschränkungen musste die Werft 1991 den Schiffsneubau einstellen. Die Folge war eine drastische Reduzierung des Personals, das u.a. in einer Auffanggesellschaft eine Weiterbeschäftigung erfuhr. Die Neptunwerft ging einen zweigliedrigen Weg: Einerseits wurde der Werftstandort in der Innenstadt aufgegeben und das Areal erfuhr eine rigorose Umgestaltung. Nach der 1993 erfolgten Umfirmierung zur Neptun Industrie Rostock GmbH wurde das Unternehmen 1997 Teil der Meyer-Werft Unternehmensgruppe.
Andererseits begann ein Neustart in Warnemünde mit einem Neubau von Werkshallen und Fertigungsanlagen. Um das Verbot seegehender Schiffe zu umgehen, wurden u.a. Flussfahrgastschiffe und Schiffshälften gebaut.
Dr. Wolfgang Lange hat sich intensiv mit der Geschichte der Neptunwerft beschäftigt und wird in seinem Vortrag am 9. April um 16.00 Uhr auf dem Traditionsschiff über die Entwicklung der alten und neuen Werftareale zwischen 1990 und heute referieren.
Um Anmeldung unter info@schifffahrtsmuseum-rostock.de oder 0381-12831364 wird gebeten!
(c) Neptunwerft


