Wildbienen gehören zu den wichtigsten, aber oft übersehenen Bestäubern unserer Ökosysteme. Am Dienstag, dem 14. April, gibt es im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide die Gelegenheit, in die wunderbare Welt der Wildbienen einzutauchen. Der Biologe und Wildbienenspezialist Johann-Christoph Kornmilch kommt aus Greifswald zu uns in den Karower Meiler.
Wildbienen gehören zu den wichtigsten, aber oft übersehenen Bestäubern unserer Ökosysteme. Anders als Honigbienen leben die meisten Wildbienen-Arten nicht in großen Staaten, sondern als Einzelgängerinnen. Während eine Honigbiene Teil eines großen, komplex organisierten Volkes mit Königin, Arbeiterinnen und Drohnen ist, baut die Wildbiene ihr Nest alleine – zum Beispiel in kleinen Sand- oder Erdhöhlen, Pflanzenstängeln oder Totholz.
Auch in ihrer Lebensweise unterscheiden sich Wildbienen von Honigbienen: Letztere produzieren Honigvorräte, um als Volk zu überwintern. Wildbienen hingegen sammeln nur so viel Nahrung, wie sie für ihre Nachkommen benötigen. Viele Arten leben zudem nur wenige Wochen im Jahr – genau dann, wenn „ihre“ bevorzugten Pflanzen blühen.
Gerade diese Spezialisierung macht Wildbienen so faszinierend. Viele Arten fliegen ausschließlich bestimmte Pflanzenarten an und sind perfekt an diese angepasst. Dadurch sind sie oft sogar effektivere und verlässlichere Bestäuber als Honigbienen, zumal sie auch bei kühlerem Wetter fliegen. Ohne Wildbienen würden viele Pflanzen – auch einige Obst- und Gemüsesorten – deutlich schlechter wachsen oder gar nicht mehr vorkommen.
Am Dienstag, dem 14. April, gibt es im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide die Gelegenheit, in die wunderbare Welt der Wildbienen einzutauchen. Der Biologe und Wildbienenspezialist Johann-Christoph Kornmilch aus Greifswald wird in seinem Vortrag zeigen, wie vielfältig und fein abgestimmt die Natur ist – und wie sehr wir von diesen kleinen, oft unscheinbaren Insekten abhängig sind. Der Vortrag im Karower Meiler beginnt um 19 Uhr.



