Vortrag von Dr. Reinhard Wulfhorst und musikalische Werkbeispiele
Der jüdische Komponist Robert Kahn in Feldberg (Mecklenburg) 1910-1939
Im Zentrum des Vortrags von Reinhard Wulfhorst steht die dramatische Entwicklung, die das Leben von Robert Kahn auf Grund seiner jüdischen Abstammung im „Dritten Reich“ nahm: der Ausschluss aus der Akademie der Künste in Berlin, die wirtschaftliche Ausplünderung durch die Nationalsozialisten, die versuchten Schutzbemühungen mithilfe der Gestapo (!) und schließlich die Vertreibung ins britische Exil.
In dieser Zeit hielt sich Kahn kompositorisch mit dem Klavierzyklus „Tagebuch in Tönen“ aufrecht, aus dem Toby Olias Brechler, Klavierstudent an der HMT, einige Stücke spielen wird.
Dies allerdings ist nur der traurige Teil einer bewegenden Biografie: Die Künstlerpersönlichkeit Robert Kahn wird unter anderem auch durch die Freundschaften mit Johannes Brahms, Albert Einstein, Gerhart Hauptmann und Wilhelm Kempff lebendig.
Der mit zahlreichen Bildern illustrierte Vortrag beruht auf einem kürzlichen veröffentlichten Buch, das eine neue Sicht auf Robert Kahn und die Verfolgung jüdischer Künstler im Nationalsozialismus eröffnet und „sich stellenweise wie ein historischer Krimi“ liest (Berliner Morgenpost).
Dr. Reinhard Wulfhorst ist Inhaber des Musikverlages Edition Massonneau und Kulturpreisträger der Landeshauptstadt Schwerin.
Eine Veranstaltung der Geschichtswerkstatt Rostock e.V. in Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Rostock und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Mecklenburg-Vorpommern e.V. im Rahmen der 10. Jüdischen Kulturtage in Rostock
der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen



