Spielfilm von Jonathan Glazer mit Sandra Hüller
Die internationale Koproduktion zwischen dem Vereinigten Königreich, Polen und den USA wurde im Mai 2023 beim Internationalen Filmfestival von Cannes uraufgeführt, wo der Film großes Lob seitens der Filmkritik erfuhr. Bei der Oscarverleihung 2024 erhielt das Werk die Preise für den besten internationalen Film.
Regisseur und Drehbuchautor Jonathan Glazer ließ sich für den Film von dem gleichnamigen Buch des verstorbenen Autoren Martin Amis inspirieren. Sein Film beleuchtet die Schrecken des Holocaust aus der Perspektive der Familie Höß, die in ihrem Bilderbuchheim Mauer an Mauer mit dem Vernichtungslager ein äußerst privilegiertes Leben führen.
Rudolf Höß ist Lagerkommandant des KZ Auschwitz. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Hedwig und den fünf gemeinsamen Kindern leben sie auf einem direkt an die Lagermauer angrenzenden Grundstück. Die junge Familie bewohnt dort ein zweistöckiges Haus mit großem Garten inklusive Gewächshaus, Pavillon und einem gemauerten Planschbecken für die Kinder. Der „Paradiesgarten“ ist Hedwigs ganzer Stolz, den sie mit Blumen- und Gemüsebeeten selbst entworfen hat.
Auch genießt die Familie idyllische Picknicks am nahen Flussufer der Soła. Hedwig Höß lädt andere Offiziersfrauen zum Kaffeekränzchen und unterhält sie mit Anekdoten über ihre polnischen Hausmädchen, die unter den KZ-Häftlingen ausgesucht worden sind. Sie erhält Kleidungsstücke aus dem Besitz der Häftlinge, darunter einen neuen Pelzmantel, in dessen Saum offenbar Geld eingenäht ist; die Kinder spielen miteinander, und die Hausmädchen arbeiten im Haus...
Die Dreharbeiten fanden an Originalschauplätzen am KZ Auschwitz statt.
Dauer 106 Min.



