Geologische Exkursion zum alten Steinbruch, der Glashüttenwüstung und zum Steine suchen in der Kiesgrube bei Blücherhof, mit dem Gesteinsfachmann Andreas Lemcke.
Die Landschaft des Naturparks Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See ist durch ihre eiszeitliche Entstehung geprägt und gilt als wahre Schatzkammer für Steine. Hier findet sich eine große Vielfalt unterschiedlichster Steine, die im Volksmund als Feldsteine oder Findlinge bezeichnet werden und fachlich als Geschiebe bekannt sind.
Die diesjährige geologische Exkursion des Naturparks beginnt am alten Steinbruch bei Blücherhof. Dort liegen zahlreiche Findlinge, teils kunstvoll behauen, die von der traditionellen Handwerkskunst der Steinschläger zeugen. Im Anschluss führt die Tour in die historische Feldsteinkirche von Lütgendorf. Diese Kirche veranschaulicht eindrucksvoll, wie die in der Region reichlich vorkommenden Findlinge von früheren Generationen als Baumaterial genutzt wurden. Ein besonderes Highlight der Kirche ist der geschnitzte Taufengel aus der Barockzeit, von denen es in Mecklenburg nur noch wenige Exemplare gibt.
Danach geht es weiter zum Kiestagebau von Blücherhof, wo die am Rande der Endmoräne vorkommenden Kiese, Sande und Geschiebe abgebaut werden. Die dort freigelegten Geschiebe werden fachkundig erläutert. Für diese Aufgabe wurde Andreas Lemcke aus Berlin eingeladen, der die Steine hinsichtlich ihrer Art, Herkunft und Entstehung bestimmen wird. Besonders spannend wird es, wenn Steine mit Fossilien entdeckt werden.
Hinweise zur Wanderung:
Um den Kiestagebau betreten zu dürfen, wird darum gebeten, eine Warnweste zu tragen sowie Schutzbrille und Hammer mitzubringen, um gezielt nach Fossilien suchen zu können.
Treffpunkt: Samstag, 9. Mai, um 10 Uhr in Vollrathsruhe am Aussichtsturm.



