Mari Meyer zeigt Fluid Art im Wechselspiel von bewusster Gestaltung und Eigenleben der Farbe – eine Ausstellung über Wandel und Loslassen.
Wir können Pläne machen – und doch kommt vieles anders. Für Mari Meyer liegt darin eine Lebenserfahrung und zugleich der Ausgangspunkt ihrer künstlerischen Arbeit.
Unter dem Titel „Im Werden Sein“ zeigt sie Malerei und Fluid Art. Dabei bringt sie verflüssigte Farben auf den Bildgrund. Diese strömen aufeinander zu, verbinden sich oder grenzen sich voneinander ab. Mari Meyer setzt den Prozess in Gang und begleitet ihn, bestimmt aber nicht jeden Verlauf. Das Eigenleben des Materials bleibt Teil des Werkes.
So entstehen Bildräume aus Farbbahnen, Verästelungen und zellartigen Strukturen. Sie können an Landschaften, Pflanzen oder mikroskopisch kleine Lebensformen erinnern, ohne sich eindeutig festzulegen. Im Wechselspiel von Lenken und Loslassen bewahren die Bilder ihre Offenheit.
Mari Meyer, Jahrgang 1961, bringt als Drechslerin ein ausgeprägtes Gespür für Material und Bewegung mit. Von Wandgestaltungen und Mosaiken führte ihr Weg zur experimentellen Malerei. Seit 2023 lebt sie in Bobzin, beteiligt sich dort regelmäßig an „Kunst Offen“ und gehört zu den Mitinitiatorinnen des Kunsthauses Lübz.
„Im Werden Sein“ verbindet Veränderung und Gegenwart. Auch das Unabgeschlossene besitzt bereits eine eigene Form; aus einer unerwarteten Wendung kann etwas Neues hervorgehen. Damit berührt Mari Meyers Ausstellung das LUPINALE-Thema „Zeitenwende: Umbrüche und Lichtblicke“ unmittelbar: Der Umbruch liegt in der Bewegung, der Lichtblick in der Bereitschaft, sich auf sie einzulassen.
Ausstellungseröffnung: 18. September 2026, 18 Uhr
Ausstellungsdauer: 18. September bis 17. Oktober 2026
Kunsthaus Lübz – Zentrum für Zirkuläre Kunst
Kirchenstraße 20, 19386 Lübz
Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 15–19 Uhr, Sonntag 13–17 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Am 17. Oktober lädt das Kunsthaus von 16 bis 20 Uhr zur Abschlussveranstaltung der LUPINALE ein. Zu diesem gemeinsamen Ausklang gehört auch eine Kunstauktion. Kunstwerke wechseln ihren Ort, finden neue Besitzer und setzen ihren Weg in anderen Zusammenhängen fort.



