Der Klützer Winkel war einmal die Kornkammer Mecklenburgs. Wer hier mit dem Rad unterwegs ist, fährt durch eine Landschaft, die von diesem Wohlstand erzählt – in Form von Barockanlagen, Gutshöfen und stillen Dörfern, die kaum jemand auf der Karte sucht.
Los geht es im Ostseebad Boltenhagen, wo bereits vor mehr als 200 Jahren gut betuchte Badegäste flanierten. Von hier führt der Radweg nach Klütz – schon von weitem grüßt die „Rote Bischofsmütze", der Turm der Marienkirche. Gleich dahinter: Schloss Bothmer, die größte Barockschlossanlage Norddeutschlands, mit weitläufigem Park, der zum Durchatmen und Verweilen einlädt.
Weiter geht es vorbei an einem Turmhügel zum Gutshaus Stellshagen, heute Biohotel mit vegetarischer Küche aus eigenem Anbau. Die Dörfer Rankendorf und Kalkhorst halten je ein restauriertes Schloss bereit – beide in Privathand, Schloss Kalkhorst mit einem der artenreichsten Parks Deutschlands. Das Gut Brook verbindet ökologischen Landbau mit Ferienwohnungen in historischer Bausubstanz.
Kurz vor der Rückkehr nach Boltenhagen macht ein letzter Halt Sinn: das Gutshaus Redewisch, inmitten von Auen, Feldern und Parklandschaft. Die Ostsee ist nie weit – Ausblicke in Steinbeck und am Kleinklützhöved erinnern euch daran.
36 Kilometer, bei denen jede Kurve eine neue Geschichte aufblättert.












