Wolfram Schubert liest am 9. Juli 2026, 17 Uhr, in der Kunstsammlung Neubrandenburg aus seiner Autobiografie „Ich will. Erinnerungen". Moderation: Matthias Wolf
Der Maler, Zeichner und Grafiker Wolfram Schubert ist einer der bekanntesten Künstler Neubrandenburgs und der Mecklenburgischen Seenplatte. Aus seiner 2019 erschienenen Autobiografie „Ich will. Erinnerungen” liest der Künstler, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag feiert, am Donnerstag, den 9. Juli 2026 um 17:00 Uhr in den Räumen der Kabinettausstellung der Kunstsammlung Neubrandenburg. Die Lesung und das anschließende Künstlergespräch werden von Matthias Wolf moderiert.
Überregional bekannt ist Schubert vor allem für seine Werke mit staatstragenden Botschaften wie die Fresken „Kampf und Sieg der Arbeiterklasse“ (1969) im Neubrandenburger Rathaus und das 1975 für die Galerie des Palastes der Republik entstandene Gemälde „Brot für alle“. Daneben entstanden zahlreiche Werke für den öffentlichen Raum, darunter die abstrakten Giebelmosaike an den heute denkmalgeschützten Plattenbauten in Neubrandenburg. Als Kulturfunktionär in der DDR trat er als einflussreicher Mittler zwischen kulturpolitischen Weisungen und den Bedürfnissen einer freien Künstlerszene in Neubrandenburg auf. Maßgeblich war auch sein Einfluss bei der Gründung der Kunstsammlung im Jahr 1982. Daneben entstand ein Werk mit privaten Sujets: einfühlsame Porträts, Landschaften, Stillleben und Tierdarstellungen.
Die Kunstsammlung Neubrandenburg verwahrt ein großes Konvolut von etwa 100 Werken Schuberts, sowohl mit politischen Narrativen als auch persönlichen Erkundungen, und widmet dem Jubilar eine Kabinettausstellung in der Reihe „IM HIER IM JETZT” in Zusammenarbeit mit dem Archiv Bildende Kunst MSE.



