Die Malerei von Kristin Triphan ist eine Begegnung mit der Natur und zugleich eine Begegnung mit sich selbst. Ihre Bilder zeigen Landschaften, aber auch Stimmungen und intensive Augenblicke, die sich mit dem Erleben von Natur verbinden.
Kristin Triphan ist im Erzgebirge geboren und aufgewachsen, lebt und arbeitet nunmehr in Rostock und der Uckermark. „Die Natur, das Meer und selbstverständlich und unbedingt auch die Berge sind ein wichtiger Teil für mich und meine Inspiration“, sagt Kristin Triphan über sich. Sie arbeitet autodidaktisch und mit großer Experimentierfreude. Grafik, Aquarell und Acryl treffen auf Kohle, Spachtelmasse, Sand oder sogar Kaffee. Unterschiedliche Materialien werden miteinander verbunden, überlagert und Schicht für Schicht zu einer eigenen Bildwelt entwickelt. Gerade diese Materialität verleiht ihren Arbeiten eine besondere Tiefe und lässt die Oberfläche ihrer Bilder beinahe selbst zu einer Landschaft werden.
Ihre Inspiration findet die Künstlerin in der Natur, in Musik und auf Reisen. Dabei interessiert sie weniger die naturgetreue Wiedergabe eines bestimmten Ortes als vielmehr das, was eine Landschaft in uns auslöst: Ruhe und Weite, Licht und Dunkelheit, Nähe und Ferne, Vergänglichkeit und Neubeginn. Zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion entstehen so Bilder, die Raum für eigene Gedanken lassen. Eine dunkle Fläche wird zur Nacht, eine strukturierte Oberfläche zu Erde, Fels oder Wasser. Die Natur wird dabei nicht nur dargestellt, sondern in Farbe, Struktur und Material sinnlich erfahrbar. Ihre Arbeiten erinnern daran, dass die Schönheit natürlicher Landschaften keineswegs selbstverständlich ist. In ihrer Ausstellung „pure nature“ wird diese Haltung besonders deutlich: Die Bilder sind eine Hommage an die Schönheit der Natur, aber zugleich ein stiller Appell, ihre Einzigartigkeit und Verletzlichkeit wahrzunehmen und zu bewahren.
Die Ausstellung ist zu den Öffnungszeiten des Naturparkzentrums Karower Meiler (im September täglich 10-17 Uhr; im Oktober Mo-Do 10-16 Uhr, Fr 10-12) noch bis 15. Oktober zu sehen.





