„Wer ’t mag, die mag ’t, un wer ’t nich mag, die mag’t jo woll nich mœgen.“ Fritz Reuter
„Wer ’t mag, die mag ’t, un wer ’t nich mag, die mag’t jo woll nich mœgen.“
Fritz Reuter
Lebenslustiger Späßemacher, kämpferischer Demokrat und krankhafter Alkoholiker – vielleicht nicht
die ersten Worte, die einem zu dem weltberühmten mecklenburger Schriftsteller Fritz Reuter einfallen würden, schaut er doch meist nachdenklich auf diversen Lithografien und von Denkmalsockeln herab als alter, ernster Mann mit Rauschebart. Beruht sein Ruhm heute lediglich auf nostalgischer Verehrung oder lässt sich in seinem Leben und Wirken auch etwas finden, das uns in der aktuellen Zeit noch bewegen kann? Immerhin hat „uns Fritzing“ nach einer schwierigen Kindheit und jahrelanger Festungshaft sowohl seine Kreativität und Lebenslust wiedergefunden als auch seinen Willen, für soziale Gerechtigkeit einzutreten. Den Humor verlor Fritz Reuter dabei nie, sondern ließ mit einem liebevollen Blick die Eigenheiten der Mecklenburger Bevölkerung stets in seine Werke einfließen. Folglich soll auch das musikalische Theaterstück von Peter Schanz, der von der Fritz-Reuter-Bühne für dieses Jubiläumswerk beauftragt wurde, vor allem zu einem fröhlich-frechen, klangvollen und unterhaltsamen Abend werden, der aus neuen Perspektiven auf den Weltliteraten aus Mecklenburg blicken lässt. Wir freuen uns auf dieses spartenübergreifende Projekt mit dem Jungen Staatstheater Parchim und hoffen, gemeinsam ein Theatererlebnis für Jung und Alt zu schaffen, das mit jugendlichem Schwung für unser niederdeutsches literarisches Erbe begeistert.
