Drei Stimmen, eine gemeinsame Grundlage Musik von Carl Maria von Weber, Richard Wagner und Heitor Villa-Lobos
„Man muss das Tanzen lieben, um dabei zu bleiben. Es gibt einem nichts zurück …außer diesem einen
flüchtigen Moment, in dem man sich lebendig fühlt.“
Merce Cunningham
Roots vereint drei choreografische Handschriften, die aus unterschiedlichen künstlerischen Richtungen kommen und dennoch eine gemeinsame Basis teilen: das klassische Ballett. In diesem dreiteiligen Ballettabend begegnen sich die Werke von Marco Goecke, Cayetano Soto und Jonathan dos Santos in einem offenen Dialog zwischen Tradition und Gegenwart.
In Le Spectre de la Rose baut Marco Goecke auf Webers romantischer Musik auf, um eine zeitgenössische Bewegungssprache zu entwickeln, die tief in der klassischen Technik verwurzelt ist und diese zugleich neu befragt.
Cayetano Soto entwickelt für diesen Abend eine Kreation zu Wagners Lohengrin-Vorspiel, die eine lichtdurchflutete Reise entwirft und das Ensemble vor große physische und kreative Herausforderungen stellt.
Jonathan dos Santos lässt sich von den Bachianas Brasileiras inspirieren, um klassischen und zeitgenössischen Tanz weiter miteinander zu verweben – unter anderem durch die Arbeit auf Spitze.
Begleitet von der Mecklenburgischen Staatskapelle Schwerin wird Ballett hier als lebendige Kunstform erfahrbar – bestimmt von Disziplin, Linie und Technik, aber offen für individuelle Ausdrucksformen. Roots beschreibt dabei weniger ein festgelegtes Thema als vielmehr eine verbindende Idee – eine Linie, die sich durch drei Werke zieht und dem Publikum Raum für eigene Assoziationen lässt.

