Pilgerweg der Heiligen Birgitta (310 km)

Vorbei an heiligen Stätten

Der heutige Birgitta Pilgerweg verläuft von Sassnitz auf Rügen über die Hansestadt Stralsund, Güstrow, die Landeshauptstadt Schwerin weiter nach Zarrenthin bis nach Niedersachsen. Vorbei an Meisterwerken der Backsteingotik, durch das Sternberger Seenland und zu ehemaligen Klöstern – so vermutet man die Pilgerroute der Heiligen Birgitta im Jahr 1341.

Die Heilige Birgitta, Begründerin des nach ihr benannten Erlöserordens, begab sich 1341 gemeinsam mit ihrem Mann Ulf auf Pilgerreise von Schweden nach Santiago de Compostella. Dabei durchquerte sie das heutige Mecklenburg-Vorpommern. Die damaligen Pilger orientierten sich an Wallfahrts- und Kraftorten, wie dem Antoniter-Hospital und Kloster Tempzin oder den Domen in Güstrow und Schwerin.

Die moderne Reiseroute beginnt in Sassnitz auf Rügen. Weiter in das Zentrum der Insel und vorwiegend durch Waldgebiete passieren Pilger die Städte Lietzow und Bergen auf Rügen. Hinter dem Strelasund, der Wasserstraße zwischen der Insel Rügen und dem Festland, wartet die UNESCO Weltkulturerbestadt Stralsund mit ihren Backsteinkirchen St. Marien, St. Nikolai und dem ehemaligen Franziskanerkloster St. Johannis. Durch malerische Alleen und vorbei an altehrwürdigen Kirchen wie der Tribseer Stadtkirche St. Thomas finden Wallfahrer den Weg in die Barlachstadt Güstrow. Hier ragen der Dom, die Heilig-Geist-Kirche und St. Marien in den Himmel.

Durch den Naturpark Sternberger Seenland gelangen Pilger zum einst bekannten Wallfahrtsort Tempzin im Landkreis Parchim. Weithin sichtbar im mecklenburgischen Hügelland erhebt sich die Klosterkirche mit ihrem imposanten Westgiebel und dem zierlichen Glockenturm. Eine Reliquie des heiligen Antonius lockte schon früh Scharen von Gläubigern in das hiesige Kloster. Heute dient das über 500 Jahre alte Gebäude Gästen wieder als einfache Übernachtungsmöglichkeit und ist Ausgangspunkt für viele Pilgerangebote in Mecklenburg-Vorpommern.

Ebenfalls als lohnenswert erwies sich ab 1222 ein „Tropfen des Blutes Christi“ für den Schweriner Dom. Mit den Einnahmen konnte ab dem 13. Jahrhundert das heutige Gotteshaus neu errichtet werden. Direkt am Schaalsee gelegen, findet sich das ehemalige Zisterzienserinnenklosters Zarrentin mit dem im erhaltenen Ostflügel kunstvoll gestalteten gotischen Kreuzrippengewölbe.


Im Jahr 1391 wurde Birgitta von Papst Bonifatius IX heiliggesprochen. Im Jahr 1396 ernannte sie der Papst zur Schutzheiligen von Schweden. Papst Johannes Paul II ernannte sie 1998 zur Schutzpatronin Europas.

 

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Toureninfo


  • Länge der Tour: 310 km
  • Etappen: 14 Tage
  • Bahnanbindung: Sassnitz
  • Markierung: weißes Birgittenkreuz auf der Jakobsmuschel bzw. gelber Pfeil
  • Sehenswert: Hansestadt Stralsund, Güstrower Dom St. Maria, St. Johannes Evangelista und St. Cäcilia, Pilgerkloster Tempzin, Schweriner Dom

  • Weites Land, dem Himmel so nah - Pilgern in Mecklenburg-Vorpommern, © Archiv Ev.-Luth. Kirchenkreis Mecklenburg
    Weites Land, dem Himmel so nah - Pilgern in Mecklenburg-Vorpommern
  • Stolz wachen die Backsteinriesen St. Nikolai, St. Marien und St. Jakobi über Stralsund, © TMV/Grundner
    Stolz wachen die Backsteinriesen St. Nikolai, St. Marien und St. Jakobi über Stralsund
  • Bekannt für ihren einzigartigen Mühlenaltar – St. Thomas in Tribsees, © TMV/Grundner
    Bekannt für ihren einzigartigen Mühlenaltar – St. Thomas in Tribsees
  • Schritt für Schritt zu sich selbst finden auf dem Pilgerweg der Hlg. Birgitta, © Archiv Ev.-Luth. Kirchenkreis Mecklenburg
    Schritt für Schritt zu sich selbst finden auf dem Pilgerweg der Hlg. Birgitta
  • Himmlische Ruhe im Kloster von Tempzin, © TMV/Werk3
    Himmlische Ruhe im Kloster von Tempzin
  • Blick vom Pfaffenteich auf den Schweriner Dom, © TMV/LEH
    Blick vom Pfaffenteich auf den Schweriner Dom
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Alter Garten – 19055 Schwerin

Staatliches Museum Schwerin

Barocke Hängung in der Galerie Alte & Neue Meister Schwerin, © Foto: G. Bröcker, Staatliches Museum Schwerin

In prominenter Lage am Schweriner See finden die Besucher eine Spitzenkollektion niederländischer Malerei, darüberhinaus Gemälde vom 16. bis 21. Jahrhundert sowie kunsthandwerkliche und graphische Werke.

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2

An der Klosterkirche – 19412 Tempzin

Pilgerkloster Tempzin

Klostergelände des Pilgerklosters Tempzin, © Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin e.V.

Die imposante historische Klosteranlage mit Klosterkirche und Gartenanlagen war ein bedeutender Wallfahrtsort und Zwischenstation auf dem Weg nach Santiago de Compostela. Auf dem Klostergelände befindet sich eine Herberge für heutige Pilger. Als Pilgerzentrum in Mecklenburg bietet Tempzin regelmäßig ökumenische Pilgerwanderungen an, Ora-et-Labora Wochenenden und die Möglichkeit zu Auszeiten und Einkehr im Kloster.

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3

Lennéstraße – 19053 Schwerin

Schlosskirche Schwerin

Schlosskirche Schwerin Sternengewölbe und Orgel, © Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin

Die kleine Schlosskirche an der Nordseite der Schlossinsel bezaubert mit ihrem goldenen Sternenzelt und der schönen Innenausstattung. Mecklenburgs erster reformatorischer Kirchenbau ist ein weiteres Highlight des Schweriner Schlosses, hat eine aktive Kirchgemeinde und ist ein gefragter Heiratsort.

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4

Billrothstraße – 18528 Bergen auf Rügen

St. Marienkirche Bergen

Marienkirche Bergen, © Tourismuszentrale Rügen

Die St. Marienkirche ist das älteste erhaltene Gebäude der Insel Rügen und wurde zusammen mit dem neben ihr angesiedelten Kloster 1193 als romanische Pfalz- und Klosterkirche geweiht. Besonderheiten sind das Taufbecken aus dem 14. Jahrhundert, der Altar aus der Zeit um 1730, die Barockkanzel von 1776 unddie Kirchenglocke von 1445.

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7

Billrothstraße – 18528 Bergen auf Rügen

Klosterhof Bergen

Klosterhof Bergen, © Tourismuszentrale Rügen

Der historische Klosterhof mit Museum und Schauwerkstatt befindet sich in Bergen auf der Insel Rügen.

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8

Priesterbrink – 18461 Franzburg

Schlosskirche Franzburg

Blick  auf die Pfarrkirche Franzburg, © Sabrina Wittkopf-Schade

Die evangelische Kirche Franzburg ist der noch erhaltene südliche Querschiffsarm der ehemaligen Klosterkirche des Zisterzienserklosters Neuencamp aus dem 14. Jahrhundert.

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9

Katharinenberg – 18439 Stralsund

MEERESMUSEUM

Die kleinen Nemos im MEERESMUSEUM gehören zu den Publikumslieblingen, © Johannes-Maria Schlorke

Das Museum im ehemaligen Dominikanerkloster St. Katharinen in Stralsunds Altstadt beherbergt meereskundliche Ausstellungen sowie Aquarien der Tropen und des Mittelmeeres. Auf drei Ausstellungsebenen werden Meereskunde, Meeresbiologie, Wale, Fischerei sowie Fauna und Flora der Ostsee dargestellt.

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10

Klosterhof – 18246 Rühn

Kloster Rühn

Klostergebäude mit Linde, © Frank Burger

Das Kloster Rühn ist eine gut erhaltene Klosteranlage von 1232. Eigentümer ist ein gemeinnütziger, ehrenamtlicher Verein. Zum Kloster gehören u. a. ein Klosterladen und eine Schänke sowie eine Öl-, Senf- und Essigmanufaktur.

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