Westlicher Backstein-Rundweg

Steine erzählen Geschichte

Aus schlichten Lehmziegeln schufen Baumeister vergangener Jahrhunderte Kunstwerke für die Ewigkeit. Nicht nur Radwanderer bewundern die gebrannten Schönheiten, die in warmen Rottönen leuchten wie allerorts Kirchtürme und Stadttore, Bauernkaten und Bürgerhäuser.

Der Westen Mecklenburgs lädt Radwanderer auf 380 Kilometern zu einer Zeitreise in die Vergangenheit. Bereits in Schwerin kündet der Dom von dieser eindrucksvollen Baukunst des Mittelalters. Mit 117,5 Metern gehört der rote Riese zu den höchsten Kirchen Deutschlands. Nordwestlich der Residenzstadt beginnt ein bezaubernder Landstrich. Glasklare Seen, saftige Wiesen und Felder prägen diesen Streckenabschnitt. Durch verträumte Orte mit stattlichen Land- und Stadtpfarrkirchen geht es Richtung Meer.

Reizvoll und schön erleben Radwanderer den Weg längs der Strände und Steilküsten der Mecklenburger Bucht und in der verträumten Hügellandschaft des Klützer Winkels. Die Schlösser Kalkhorst und Bothmer bezaubern mit Backsteinpracht und Gartenkunst bevor die riesigen Kathedralen der Hansestadt Wismar ins Blickfeld geraten. Die UNESCO kürte das historische Kleinod 2002 zum Weltkulturerbe.

An der Wismarer Bucht und am Salzhaff entlang führt die Tour zum Ostseebad Kühlungsborn. Zwischen leuchtenden Rapsfeldern lugt der Bastorfer Leuchtturm hervor. Das Meer ist ganz nah und lädt zum Baden ein. Schnaufend begleitet die Schmalspurbahn „Molli“ Radwanderer ein Stück des Wegs. Die „Weiße Stadt am Meer“ - Heiligendamm - erstrahlt unterwegs in fürstlicher Pracht. Im Schatten uralter Buchen gelangen Radwanderer auf  Steilufern nach Warnemünde. Die Warnow aufwärts überragen drei monumentale Backsteinkirchen die Hansestadt Rostock.  
 
Landeinwärts führt der Weg durch von der Eiszeit geprägte Landschaften mit kleinen Dörfern, vorbei am Doberaner Münster, der Krönung norddeutscher Backsteingotik. Auf der Zielgeraden reichen herrliche Laubwälder bis an das Westufer des Schweriner Sees heran.

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Toureninfo


  • Länge der Tour: 370 km
  • Etappen: 7 Tage
  • Bahnanbindungen: u.a. Schwerin, Wismar, Rostock
  • Sehenswert: Schloss und Altstadt Schwerin, UNESCO Weltkulturerbestadt Wismar mit seiner Backsteingotik, Mecklenburgische Ostseebäder, Hafen- und Hansestadt Rostock, Doberaner Münster

  • Auf den Spuren der Backsteingotik durch die Hansestadt Wismar, © VMO/Alexander Rudolph
    Auf den Spuren der Backsteingotik durch die Hansestadt Wismar
  • Schloss Bothmer am Rande der Kleinstadt Klütz ist die größte barocke Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns., © TMV/Negwer
    Schloss Bothmer am Rande der Kleinstadt Klütz ist die größte barocke Schlossanlage Mecklenburg-Vorpommerns.
  • Entlang der Ostseeküste ergeben sich Ausblicke wie im Bilderbuch., © TMV/Roth
    Entlang der Ostseeküste ergeben sich Ausblicke wie im Bilderbuch.
  • Die Marienkirche wacht über der Rostocker Altstadt, © TMV
    Die Marienkirche wacht über der Rostocker Altstadt
  • Backstein in Perfektion - Großartige Landmarken wie das 1171 gegründete Doberaner Münster sind an sich schon eine Reise wert, © TMV/Kliem
    Backstein in Perfektion - Großartige Landmarken wie das 1171 gegründete Doberaner Münster sind an sich schon eine Reise wert
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Lennéstraße – 19053 Schwerin

Schloss Schwerin

Das Schweriner Schloss ist das Wahrzeichen der Landeshauptstadt, © Carsten Pescht

Das zwischen 1843 und 1857 errichtete Schloss Schwerin liegt auf einer Insel im Schweriner See und gehört zu den bedeutendsten Bauten des Historismus in Europa.

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Am Dom – 19055 Schwerin

Dom Schwerin

Der Schweriner Dom, © Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin

Der sprichwörtliche Höhepunkt der Kirchen in Mecklenburg: Der Schweriner Dom. Das imposante Meisterwerk der Backsteingotik ist das älteste Bauwerk der Stadt Schwerin, hat mit 117,5 m den höchsten Kirchturm in Mecklenburg und ist die einzige echte Kathedrale des Landes. Der Dom ist täglich geöffnet. Wer die 220 Stufen des Turms erklimmt, den empfängt ein atemberaubender Blick über die Schweriner Seenlandschaft.

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Am Park – 23948 Klütz

Schloss Bothmer

Außenansicht Schloss Bothmer, © VMO, D. Welke

Schloss Bothmer ist eine der größten barocken Schlossanlagen im Land Mecklenburg-Vorpommern. Es wurde 1726-1732 vom Architekten Johann Friedrich Künnecke erbaut. Bauherr war Reichsgraf Hans Caspar von Bothmer.

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St. Georgen-Kirchhof – 23966 Wismar

St.-Georgen-Kirche Wismar

Außenansicht St. Georgen-Kirche, © TZ Wismar, Anibal Trejo

Die St.-Georgen-Kirche ist eine der drei großen Hauptkirchen Wismars und ein hervorragendes Baudenkmal norddeutscher Backsteingotik. Einst war sie das Gotteshaus der Handwerker und Gewerbetreibenden. Die Ursprünge St.-Georgens liegen im 13. Jhd. Ihre Errichtung fällt somit in die bewegte Zeit des späten Mittelalters und der Reformation.

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St.-Marien-Kirchhof – 23966 Wismar

St.-Marien-Kirche Wismar

Nur der 80 m hohe Kirchturm ist als weithin sichtbares Wahr- und Seezeichen erhalten geblieben, © TZ Wismar, Alexander Rudolph

Der 80 Meter hohe Turm der Kirche St. Marien ist ein weithin sichtbares Wahrzeichen der Hansestadt Wismar. Im 2. Weltkrieg wurde die Kirche beschädigt und 1960 gesprengt. Bis dahin galt sie als eine der schönsten Backsteinkirchen im norddeutschen Raum.

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Zum Festplatz – 23966 Wismar

phanTECHNIKUM

Lufthalle - Fliegerei und Flugzeugbau in MV, © TLM

Das Ausstellungshaus des Technischen Landesmuseums Mecklenburg-Vorpommern präsentiert auf 2.500 Quadratmetern Technik und die Technikgeschichte des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern. Die Ausstellung gliedert sich nach den Elementen Feuer, Wasser und Luft. Sie ist interaktiv und verspricht unterhaltsame und lehrreiche Stunden für Groß und Klein.

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Alter Hafen – 23966 Wismar

Alter Hafen Wismar

Ein Highlight der Hansestadt - Der Alte Hafen Wismars, © TZ Wismar, Alexander Rudolph

Der Alte Hafen hat sein Hafenbecken in Lage und spezifischer Formgebung seit dem Jahr 1211 weitestgehend erhalten. Als Anlegestelle für Ausflugsdampfer, Liegeplatz für Freizeitkapitäne und Traditionsschiffe, wie die Kogge und die Atalanta, hat der Hafen weiterhin Bedeutung.

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Fritz-Reuter-Straße – 18225 Kühlungsborn

Mecklenburgische Bäderbahn Molli

Der 100-jährige Zug, © Jan Methling

Der Molli mit 900 mm Spurweite gehört zu den ältesten Schmalspurbahnen der Welt und spannt dabei wie kein anderes Verkehrsmittel den Bogen zwischen traditioneller Bäderkultur und modernen Urlaubsangeboten zwischen Kühlungsborn West und Bad Doberan.

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Am Strom – 18119 Rostock-Warnemünde

Alter Strom Warnemünde

Blick auf den Alten Strom, © René Legrand

Der Alte Strom war bis 1903 der einzige Schifffahrtsweg in den Rostocker Hafen. Heute gehen hier nur noch vorwiegend Yachten, Fahrgastschiffe und Fischkutter vor Anker.

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Am Ziegenmarkt – 18055 Rostock

St.-Marien-Kirche zu Rostock

Marienkirche Rostock, © TZ Rostock

St. Marien ist Rostocks größte und bedeutendste Kirche, 1232 erstmals urkundlich erwähnt. Querschiff und Langhaus der kreuzförmigen Basilika sind gleich lang und betonen den wuchtigen und geschlossenen Eindruck. Die Kirche hat eine kostbare Ausstattung, wie z. B. die älteste mit Originalteilen funktionierende astronomische Uhr in Norddeutschland aus dem Jahr 1472 sowie eine bronzene Tauffünte aus dem Jahr 1290.

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Klosterstraße – 18209 Bad Doberan

Münster Bad Doberan

Doberaner Münster - Perle der Backsteingotik, © VMO, Alexander Rudolph

Die Zisterzienserklosterkirche aus dem 13. Jahrhundert verfügt über die reichste mittelalterliche Ausstattung aller Zisterzienserkirchen europaweit.

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Kirchstraße – 23992 Neukloster

Museum Neukloster

Das Museum wird vom Museumsverein Neukloster e. V. betrieben., © Frank Burger

Das Museum Neukloster gehört zum Klosterhofensemble und zeigt neben ständig wechselnden Sonderausstellungen ab 2016 die Dauerausstellung "Neukloster/ Mecklenburg - 1170 bis in die Gegenwart - Eine Biografie".

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Schloss Wiligrad – 19069 Lübstorf

Schloss Wiligrad

Schloss Wiligrad im Abendlicht, © Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin

Das ehemalige herzogliche Residenzschloss liegt malerisch auf einem Steilufer über dem Schweriner See. Sehenswert sind die Kunstausstellung im Schloss, die weitläufige Parkanlage mit Skulpturen und das Dorf Wiligrad. Das Schloss gilt als Geheimtipp für Ausflüge. In der nahegelegenen Hofgärtnerei befindet sich ein beliebtes Ausflugs-Café.

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