Elberadweg

Kultur und Natur am blauen Band

In unendlicher Gelassenheit fließt die Elbe vom Riesengebirge dem Wattenmeer entgegen. An ihren Ufern führt ein Radweg vorbei an Burgen und Schlössern, Kirchen, Dörfern und Städten. Geschichte und Kultur sind allgegenwärtig, so in Dresden, Dessau oder Magdeburg. Bei Dömitz und Boizenburg besucht die Elbe Mecklenburg-Vorpommern.

Von Wittenberge bis Lauenburg reicht das 400 Kilometer lange Naturparadies Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe. Der ungebändigte Strom und seine reizvolle Uferlandschaft bieten Störchen, Kranichen, Bibern, Fischottern, Seeadlern und Graureihern ein Zuhause. Von Gothmann bis Klein Schmölen begleiten wachholderbewachsene Flugsanddünen die Radfahrer. Bei Dömitz türmt sich Europas größte Binnenwanderdüne beeindruckende 28 Meter hoch.

Von den Anhöhen der Deiche, auf denen der Radweg größtenteils verläuft, bieten sich herrliche Rundblicke. Stattliche Fachwerkhöfe und bezaubernde Kleinstädte schmiegen sich in die Flussauen. Dömitz selbst begeistert nicht nur mit seiner Lage an der Mündung der Müritz-Elde-Wasserstraße, sondern auch mit einer sternförmigen Backsteinfestung. Auf dem Festungsgelände erfährt der Besucher im Informationszentrum für das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern viel Wissenswertes über das Thema Mensch und Biosphäre. Beide Elbufer sind gleichermaßen reizvoll und dank der Fährlinien auf dieser Etappe können Radurlauber nach Belieben die Seite wechseln.

Boizenburg empfängt seine Gäste mit einem bildschönen Marktplatz-Ensemble, einer historischen Wallanlage und einem herrlichen Ausblick über das weite Elbetal. Die hier ansässige Naturparkverwaltung informiert über den Naturpark und bietet geführte Wanderungen an. Ab Boizenburg empfiehlt sich die Route am Ostufer, wo schon bald das bezaubernde Städtchen Lauenburg grüßt.

Vor den Toren Hamburgs teilt sich die Elbe in zwei Arme. Von Süden her kann das pulsierende Herz der Hansestadt erobert werden. Am gegenüberliegenden Ufer liegen träumend die blühenden Obstplantagen des Alten Landes. Bei Cuxhaven vereint sich die Elbe mit der Nordsee und geht ins ewige Spiel von Ebbe und Flut über.

Weitere Informationen zu allen Abschnitten des Elberadweges

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Toureninfo


  • Gesamtlänge: 1.260 km
  • Etappen: 25 Tage
  • Bahnanbindung: u.a. Dresden, Wittenberge, Boizenburg, Hamburg
  • Sehenswert: Nationalpark Sächsische Schweiz, Dresden, Magdeburg, UNESCO-Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe, Hansestadt Hamburg, UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer

  • Überraschend - beeindruckend - im Naturpark Mecklenburgisches Elbetal erwartet den Naturfreund bei Dömitz eine Binnenwanderdüne, © TMV/Growe-Lodzig
    Überraschend - beeindruckend - im Naturpark Mecklenburgisches Elbetal erwartet den Naturfreund bei Dömitz eine Binnenwanderdüne
  • Gut erhaltene Wehranlage der Festung Dömitz, © Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin e.V.
    Gut erhaltene Wehranlage der Festung Dömitz
  • Geschichtsträchtige Fachwerkbauten in der Elbestadt Boizenburg, © TMV/Neumann
    Geschichtsträchtige Fachwerkbauten in der Elbestadt Boizenburg
Heute führt ein Rad- und Wanderweg direkt an der Brücke vorbei., © Gabriele Skorupski

Wer in der Gegend um Dömitz unterwegs ist, sollte sich den Anblick der ehemals 986 Meter langen Eisenbahnbrücke der Bahnlinie Wittenberge-Lüneburg nicht entgehen lassen. Sie lässt sich sowohl aus der Nähe als auch von ferneren Aussichtspunkten wunderbar betrachten.

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2

Auf der Festung – 19303 Dömitz

Festung Dömitz

Eingang des Museums der Festung Dömitz mit restaurierter Zugbrücke., © Tourismusverband Mecklenburg-Schwerin

Das Bollwerk aus Backstein überblickt die Elbe bei der Stadt Dömitz. Ihre Mauern haben Fürsten, Heerführer und Könige kommen und gehen sehen und Poeten inspiriert. Naturverbundene finden hier die spannende Ausstellung "Im Grunde" und das Informationszentrum des Biosphärenreservates Elbe-Schaalsee.

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Im ehemaligen Zeughaus befindet sich das Informationszentrum für das Biosphärenreservat., © Gabriele Skorupski

Auf dem Gelände der Festung Dömitz erfährt der Besucher nicht nur Interessantes zur Stadtgeschichte und Fritz Reuters Haftzeit. Eine Ausstellung im Informationszentrum für das Biosphärenreservat befasst sich mit dem Thema "Mensch und Biosphäre" und gibt interessante Einblicke in das globale Netzwerk der Biosphärenreservate.

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Reichenstraße – 19258 Boizenburg

Erstes Deutsches Fliesenmuseum

Erstes Deutsches Fliesenmuseum in Boizenburg / Elbe

Das Boizenburger Fliesenmuseum ist das einzige Museum dieser Art in Deutschland. Über 2000 historische Fliesen aus der Zeit um 1880 bis 1925 werden auf 500 qm ausgestellt. Ein Schwerpunkt sind Fliesen aus der Jugendstilzeit.

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Die vielen Brücken über den Wallgraben gaben Boizenburg den Namen "Klein-Venedig des Nordens"., © Gabriele Skorupski

Wahrscheinlich im 12. Jahrhundert sind die historischen Wallanlagen von Boizenburg errichtet worden. Sie dienten dem Schutz der sich gerade entwickelnden Stadt an der Boize. Mehr als 45 Brücken über dem Wallgraben gaben der Stadt den Beinamen "Klein-Venedig des Nordens".

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Am Elbberg – 19258 Boizenburg/ OT Vier

Aussichtsturm "Elwkieker" Boizenburg

Der Aussichtsturm Elwkieker liegt auf dem Elbberg., © Gabriele Skorupski

Das Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe Mecklenburg-Vorpommern hat zu jeder Jahreszeit seinen besonderen Charme. Beliebt ist der Landstrich zwischen Dömitz und Boizenburg vor allem, weil sich hier eine einzigartige Flussauenlandschaft entwickeln konnte, die sehr naturnah ist.

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