Waldbaden tut der Seele gut, © TMV/H2F

Immer noch weiter, immer noch mehr, keine Pausen – so stressig verläuft das Leben vieler von uns, und so mancher kann auch nachts nicht mehr abschalten und schlafen.

Immer noch weiter, immer noch mehr, keine Pausen – so stressig verläuft das Leben vieler von uns, und so mancher kann auch nachts nicht mehr abschalten und schlafen.

Kein Wunder, dass wir schließlich permanent erschöpft sind, uns regelrecht ausgebrannt fühlen. Mit einer Woche Ausruhen ist das nicht erledigt: Hier wird es notwendig, eine neue, achtsame Einstellung zu gewinnen. Eine medizinisch betreute Auszeit für Burnout-Geplagte ist ein solcher Neuanfang. Er hilft Ihnen, Ihre eigenen Stressfallen zu erkennen, zeigt Wege, um diesen Kreislauf zu durchbrechen und geht auf Ihre individuellen Stresssymptome ein. Das weite, ruhige Mecklenburg-Vorpommern bietet die ideale Umgebung, um einen Burn-out zu bewältigen und besser mit Stress umgehen zu lernen.

Mit Selbstdisziplin gegen Stress und Burnout

Starke Belastungen im Alltag und dauerhafter Stress können zu chronischer Erschöpfung und Burnout führen. In der Burnout-Therapie werden Betroffene dabei unterstützt, individuelle Strategien im Umgang mit Stresssituationen zu entwickeln und Stressauslöser möglichst zu vermeiden. Darüber hinaus kommen im Rahmen einer Burnout-Therapie vielfältige Maßnahmen zum Einsatz, um äußere Entspannung und innere Ruhe zu fördern.

Thalasso-Therapie

Eine Thalasso-Therapie im milden Ostseeklima reduziert Stress und innere Unruhe auf angenehme Weise und kann somit zur Linderung von Burnout-Symptomen beitragen. Anregende Sprudelbäder in salzhaltigem Wasser, wohltuende Massagen und Peelings mit Meersalz, entspannende Schlick- und Algenpackungen und dazu ausgedehnte Spaziergänge am Strand bei sauberer Ostseeluft - Eine Thalasso-Therapie entschleunigt Stressgeplagte und Burnout-Betroffene. Dazu wirken sich im Ostseewasser enthaltene Mineralstoffe und Spurenelemente sowie die Aerosole in der Meeresluft positiv auf den gesamten Organismus aus und steigern damit auch bei Burnout-Betroffenen das allgemeine Wohlbefinden.

Waldbaden

Bei psychosomatischen Indikationen wie dauerhaftem Stress oder Burnout gilt das wohltuende Heilklima, wie es beispielsweise der Heringsdorfer Heilwald auf der Insel Usedom bietet, als besonders gesundheitsfördernd. Dabei wirkt die Kombination von See- und Waldluft zusammen mit der besonderen Atmosphäre im Wald tief entspannend. Denn Vogelgezwitscher, Blätterrauschen, der Bachlauf oder andere Naturgeräusche beruhigen das Nervensystem, senken den Blutdruck und reduzieren die Ausschüttung von Stresshormonen. Deshalb empfiehlt sich das Waldbaden zur Linderung von Burnout-Symptomen.

Bei Stress und Burnout in urwüchsiger Natur bewegen

Zu den Symptomen eines Burnouts zählen unter anderem Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Mutlosigkeit und ein Gefühl der Leere. Mecklenburg-Vorpommern lädt mit seinen abwechslungsreichen Landschaften dazu ein, Neues zu entdecken, sich an der Natur zu erfreuen und sich aktive Erfolgserlebnisse zu verschaffen.

 

Wanderwege in Mecklenburg-Vorpommern

Wer unter Stress leidet, verschafft sich mit einer Wanderung aktive Erholung und bekommt den Kopf frei. Kreidefelsen, Steilküsten und viel Meer gibt es beispielsweise auf Rügens Hochuferweg zwischen Sassnitz und Lohme zu erkunden. Durch eine ganz andere, ebenfalls sehr urwüchsige Landschaft mit grünen Wiesen, dichten Wäldern und Seeadlern zieht sich der Bodden-Panoramaweg rund um den Großen und Kleinen Jasmunder Bodden. Ebenfalls sehr eindrucksvoll präsentieren sich die idyllischen Tallandschaften im Warnow-Durchbruchstal, die sanft ansteigenden Hügel des Malchiner Beckens, der Müritz-Nationalpark-Weg entlang schilfgesäumter Seeufer und viele weitere Wanderrouten durchs Land.

 

Waldbaden im Kur- und Heilwald Heringsdorf

Auf der Insel Usedom finden Burnout-Betroffene im Kur- und Heilwald Heringsdorf unterschiedlichste Pfade und Ruheplätze. Entlang des „Motorikpfads“gibt es zum Beispiel Stationen wie „Motorisches Sitzen“, „Einhundert Fußstapfen“, „Sensorikpfad“ oder „Meditative Bewegungstherapie“. Auf zahlreichen Tafeln wird dabei jeweils detailliert beschrieben und angeleitet, wie der Heilungsprozess bei Burnout, dauerhaftem Stress und ähnlichen Indikationen unterstützt werden kann. Während das „motorische Sitzen“ und die „einhundert Fußstapfen“ vor allem das eigene Körpergefühl ansprechen sollen, setzt die „meditative Bewegungstherapie“ auf die Kombination von Anspannung und Entspannung, Atemschulung und die bewusste Wahrnehmung der Natur.

Interview mit Arne Kresin

Verschiedene Studien belegen, dass etwa 15 Prozent der Berufstätigen unter Angststörungen, Depressionen oder Burnout-Symptomen leiden. Arne Kresin, Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, gibt Auskunft über Auslöser, Behandlungsmöglichkeiten und Perspektiven.

Warum leiden so viele Menschen unter psychosomatischen Erkrankungen?
 

Arne Kresin: Es gibt natürlich vielschichtige Ursachen. Leistungsdruck, flexible Arbeitszeiten, ständige Erreichbarkeit und auch ungenügende Führungsqualitäten von Vorgesetzten setzen Beschäftigte in der modernen Arbeitswelt extrem unter Druck. Es entsteht eine scheinbar unlösbare Diskrepanz zwischen eigenem Anspruch und dem der Umwelt. Genau hier sind sowohl Medizin wie auch Wirtschaft gefragt. In einigen großen Firmen, darunter beispielsweise Daimler und Siemens, setzt inzwischen ein Umdenken ein. Sie haben erkannt, dass die Produktivität nur dann sichergestellt werden kann, wenn die Mitarbeiter gesund und motiviert sind und bleiben. Als Experte für Stressfolgeerkrankungen unterstütze ich solche Ambitionen. Individuell zugeschnittene Präventivprogramme und Schulungen vor Ort können Führungskräfte und Mitarbeiter dabei unterstützen, ein Arbeitsklima zu schaffen, das nicht überfordert, unnötigen Stress vermeidet und in dem vor allem jeder auf den anderen achtet.

Worum geht es bei der Behandlung von Burnout oder ähnlichen Symptomen?

Arne Kresin: Was wir in Deutschland „Burnout“ nennen, wird oft mit Medikamenten zu behandeln versucht. In der traditionellen Chinesischen Medizin heißt es „Leere-Feuer“ und wird als Katastrophe betrachtet - die dieses Ausgebranntsein für den Betroffenen ja auch tatsächlich ist. Es steht also die Frage: Wie finde ich zu mehr Ruhe, zu mehr innerer Kraft? Wie finde ich ein Fahrwasser, in dem ich diese persönliche Katastrophe wieder in den Griff bekomme? Wie kann das in der Praxis funktionieren? Arne Kresin: Es ist wichtig, jeden da abzuholen, wo er steht und jedem Patienten auf Augenhöhe zu begegnen. Jeder Patient weiß selbst am besten, was ihm guttut. Ich höre sehr genau zu, was der Patient von mir und seiner Therapie erwartet. Erst dann entscheide ich: Was genau braucht dieser Mensch? Bewegungstherapie, psychologische Beratung oder in diesem speziellen Fall doch eher etwas ganz anderes? Bedeutet: Der Therapeut bringt sein Wissen, der Patient sein Know-how über den eigenen Körper ein. So werden die besten Voraussetzungen dafür geschaffen, dass der Patient seinen ganz individuellen Weg für die Zeit nach dem Aufenthalt findet. Denn der führt dann schließlich wieder durch seinen ganz persönlichen sozialen und beruflichen Kontext.

Was geben Sie Patienten bei ihrer Entlassung mit auf den Weg?

Arne Kresin: Sehr schade finde ich, dass die Gesellschaft psychische Erkrankungen nach wie vor als Schwäche stigmatisiert. Diese Tabuisierung führt letztlich dazu, dass viele Betroffene sich erst gar nicht behandeln lassen. Wer die Klinik verlässt, hat jedoch den Mut aufgebracht, Hilfe anzunehmen. Uns allen ist bewusst, dass es sehr schwer ist, das in einer Therapie in wenigen Wochen Erlernte konsequent in den Alltag zu übertragen. Klar ist auch: So, wie chronisch Kranke ein Leben lang Therapien brauchen, gehört es für Burnout-Patienten ab sofort dazu, auf ihre seelische Stabilität zu achten. Ich weise Patienten immer darauf hin: Der Weg ist nicht abgeschlossen, ein Rückfall jederzeit möglich. Die Betroffenen haben ja sozusagen während einer Behandlung gerade erst die Kurve durchfahren, jetzt folgt eine lange Strecke - bis die nächste Kurve naht. So beginnt also mit dem Abschluss der Therapie die Eigentherapie, denn das berufliche wie private Umfeld wird weiterhin viel von einem erwarten. Die eigentliche Kunst besteht dann darin, Veränderungen umzusetzen und die Energie aufrecht zu halten. Da hilft unser Instinkt meist nicht. Was aber jeder tun kann: in allen Lebensbereichen einfach etwas bewusster hinschauen.

Wunderbares Wassertreten: In diesem Kneippbecken mit Meerblick in Göhren auf Rügen entspannt auch das Auge mit. , © TMV/Tiemann

Kneipp-Kurorte

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Stress und Psyche

Viele Menschen leiden unter Zeitnot - Arbeitsdruck, Alltagsstress und Depressionen und Burnout nehmen zu. Die Ursachen der Zunahme psychischer Erkrankungen sind jedoch sehr unterschiedlich und individuell.

Burnout oder Depression?

Wann spricht man von Burnout, wann von Depression? Während ein Burnout, was aus dem Englischen übersetzt so viel wie „ausgebrannt“ bedeutet, häufig schleichend durch berufliche Überlastung entsteht, können Depressionen sehr plötzlich auftreten und alle Lebensbereiche betreffen. Zum Burnout führen oft von Ehrgeiz und Verantwortungsgefühl geprägte Verhaltensmuster, bei denen die Betroffenen über einen langen Zeitraum weit über ihre psychische und physische Leistungsgrenze hinausgehen. Dieser chronische Stress schwächt das Immunsystem und den gesamten Organismus, der dann mit Symptomen wie Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, chronischer Erschöpfung und innerer Leere reagiert. Ein typisches Merkmal von Depressionen ist hingegen die negative Selbstwahrnehmung, begleitet von einer ebenso düsteren Sicht auf das persönliche Umfeld und die eigene Lebensgestaltung. Auslöser von Depressionen sind eher akute Ereignisse, kritische Erlebnisse oder Schicksalsschläge.

Psychische Erkrankung als häufige Diagnose

Aus dem Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse (TK) für das Jahr 2017 geht hervor, dass etwa jeder zweiten Krankschreibung eine Erkrankung des Muskel-Skelett-Systems oder eine psychische Erkrankung zugrunde liegt. Innerhalb der letzten zehn Jahre stieg der Anteil von Depressionen, Burnout oder anderen Anpassungs- und Belastungsstörungen um etwa 90 Prozent. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt der BKK-Gesundheitsreport 2017. Demnach nutzen 91 Prozent der befragten Versicherten digitale Technik am Arbeitsplatz. Die damit verbundene ständige Verfügbarkeit führe bei vielen zu dauerhaftem Stress, seelischem Druck und emotionaler Erschöpfung. Aus dem BKK-Report geht außerdem hervor, dass Krankschreibungen aufgrund psychischer Leiden mit durchschnittlich fünf Wochen Arbeitsausfall die längsten Fehlzeiten verursachen.

Angebote bei Stress und Burnout

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2 Ergebnisse

Hotel NEPTUN am Strand von Warnemünde, © Hotel NEPTUN

Hotel NEPTUN

  • Seestraße 19, 18119 Rostock-Warnemünde

Einmalig schöne Lage direkt am Strand. Jedes Zimmer mit Balkon & Meerblick. Kulinarische Vielfalt in verschiedenen Restaurants, der NEPTUN SPA und das zertifizierte Original-Thalassozentrum erwarten Sie.

Weiterlesen: "Hotel NEPTUN"
© Anniemal Fotografie

SOULBALANCE - Mensch durch Pferd

  • Kummerower Weg 2, 18442 Groß Kordshagen

SOULBALANCE- Mensch durch Pferd bietet Ihnen verschiedene Therapieansätze als Psychotherapie begleitende Maßnahmen an, die Ihr seelisches Wohlbefinden verbessern. Entdecken Sie unsere tier- und pferdegestützten Einzeltherapieangebote, z.B. begleitend zur Traumatherapie oder anderen psychischen Beeinträchtigungen.

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Hotel NEPTUN am Strand von Warnemünde, © Hotel NEPTUN

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