Auf dem Amazonas des Nordens (80 km)

Die Peene vom Kummerower See bis Anklam

Kaum ein Fluss in Deutschland ist von so viel wilder Natur umgeben wie die Peene. Auf etwa 96 km Länge schlängelt sie sich durch Niedermoore, Torfstiche, Bruchwälder, Flussauen und selten auch durch einzelne Ortschaften. Jeder Kilometer wird hier zum Naturerlebnis – Auge in Auge mit Seeadler, Eisvogel, Fischotter und Biber.

Gemächlich schlängelt sich die Peene von Verchen bis Anklam durch ein einzigartiges Naturschutzgebiet und bietet reichliche Möglichkeiten für Naturbeobachtungen. Wasservögel aller Art bevölkern den Norden des Kummerower Sees. Auch ein Blick von der Aussichtsplattform in Aaalbude über die herrliche Landschaft, in der im Frühjahr und Herbst tausende Zugvögel rasten, lohnt sich.

Etwa 10 Kilometer flussabwärts liegt der Wasserwanderrastplatz Trittelwitz idyllisch in einem Nebenarm der Peene. In direkter Nachbarschaft haben Biber ihr Domizil. Ihr emsiges Treiben kann am frühen Morgen oder in der Abenddämmerung beobachtet werden, bevor einer der schönsten Abschnitte im Peenetal beginnt. Durch weitgehend unberührte Natur, vorbei an sumpfigen Auen und wasserreichen Torfstichen gleitet das Kanu nach Demmin. Kein Ort weit und breit, nur hin und wieder eine Weide. In Demmin münden Tollense und Trebel in die Peene. Die Stadt liegt auf einer Anhöhe inmitten herrlicher Natur - Gebüsch, Sumpf und Schilf wohin man schaut. Und weiter geht es durch die geheimnisvolle Landschaft, begleitet von Seeadlern, Eisvögeln, Bibern und Fischottern.

Urige Rastplätze und Badestellen laden vielfach zu einer gemütlichen Pause. Manch Überraschung bieten Abstecher in einen der zahlreichen Nebenarme der Peene, wie in der Swinow-Mündung mit Resten einer alten Sägemühle oder eine Wanderung zu den Gützkower Orchideenwiesen. 8 km vor dem Ziel Anklam liegt etwas abseits der Peene der alte Wikingerumschlagsplatz Menzlin. Einen schönen Abschluss der Tour bildet ein Rundblick  von der Anklamer Nikolaikirche.

Gewässerprofil

Ruhiges Gewässer mit geringer Strömung und geringem Gefälle (30 cm). Die Peene kann deshalb auch flussaufwärts befahren werden. Keine Wehre, kein Umtragen. Für Motorbootverkehr zugelassen.

Weitere Informationen zur Peene
 

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Toureninfo


  • Länge der Tour: 80 km
  • Etappen: 6-7 Tage
  • Bahnanbindung: Malchin, Demmin, Anklam
  • Sehenswert: Reste Stadtbefestigung Demmin mit Luisentor und Pulverturm, Nikolaikirche und Otto-Lilienthal-Museum in Anklam

  • Die urwüchsige Landschaft der Peene macht eine Kanutour zu einem besonderen Naturerlebnis, © TMV/Werk3
    Die urwüchsige Landschaft der Peene macht eine Kanutour zu einem besonderen Naturerlebnis
  • Die Peene mündet bei Anklam in den Peenestrom bzw. in das Stettiner Haff, © TMV/Grundner
    Die Peene mündet bei Anklam in den Peenestrom bzw. in das Stettiner Haff
  • Beeindruckende Zeitzeugen: Flugmodelle im Otto-Lilienthal-Museum in Anklam, © TMV/Werk 3
    Beeindruckende Zeitzeugen: Flugmodelle im Otto-Lilienthal-Museum in Anklam
1

Budenstr. – 17111 Verchen

Klosterkirche Verchen

Klosterkirche Verchen

Schon im 13. Jahrhundert siedelte sich in der 1269 erbauten Klosterkirche St. Marien ein Benediktinerinnenkloster an. Etwa 300 Jahre lang beteten und arbeiteten die Benediktinerinnen hier in Verchen.Dann ist viel passiert...

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2

Kirchplatz – 17109 Demmin

St. Bartholomaei Kirche

St. Bartholomaei Kirche, © Hansestadt Demmin

Schon von weitem grüßt der Turm der St. Bartholomaei Kirche in der Hansestadt Demmin die Gäste. Mit dem Bau der Kirche wurde Ende des 13. Jahrhunderts oder Anfang des 14. Jahrhunderts begonnen.

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Außenansicht des Besucherinformationszentrums des Naturparks Flusslandschaft Peenetal, © Harald Karl

Das Besucherinformationszentrum des Naturparks Flusslandschaft Peenetal befindet sich am Südufer der Peene, im Zentrum der malerischen Gemeinde Stolpe. In der modernen Ausstellung erhält der Besucher zahlreiche Informationen zu den verschiedenen, von der Peene geprägten Lebensräumen und den hier lebenden Tier- und Pflanzenarten.

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Führung zu den Wikingergräbern am ehemaligen Handelsplatz Menzlin, © Sabrina Wittkopf-Schade

Südlich von Menzlin befinden sich die historischen Wikingergräber. Hier befanden sich einst ein slawisches Siedlungsgebiet und ein wikingerzeitlicher Handelsplatz. Die eher als kriegerisches Volk bekannten Wikinger waren auch tüchtige Händler und Seefahrer, betrieben Handel an der gesamten Ostseeküste und hatten hervorragende Bootsbauer und geschickte Handwerker. Das ergaben die archäologischen Untersuchungen am einstigen Seehandelsplatz Menzlin bei Anklam.

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9

Nikolaikirchstraße – 17389 Anklam

Nikolaikirche Anklam

Blick auf die geschichtsträchtige Nikolaikirche in Anklam, © E.Steiner, Anklam-Information

Die Nikolaikirche im Zentrum der Hansestadt Anklam, ganz in der Nähe der Peene, ist eines der wenigen erhaltenen Zeugen der Backsteingotik aus der 750 Jahre zurückliegenden Gründungszeit Anklams. Mit der Galerie der "Wappenfenster der Hanse" wird in der Nikolaikirche ein für Europa einzigartiges Denkmal geschaffen.

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12

Schulstraße – 17389 Anklam

Museum im Steintor

Museum im Steintor - Das Steintor von außen, © Museum am Steintor

Das Museum im Steintor hat eine über 90-jährige Geschichte. Es ist das älteste stadthistorische Museum zwischen Greifswald und Stettin. Das einzige erhaltene Stadttor der Stadtbefestigung Anklams ist zudem das höchste Stadttor der Backsteingotik in Pommern und zählt zu den schönsten in Norddeutschlands.

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