Via Baltica (360 km)

Auf dem Jakobsweg zur Ruhe kommen

In unserer hektischen Zeit suchen immer mehr Menschen himmlische Ruhe und göttliche Eingebung. Fündig werden sie in der befreienden Weite Mecklenburg-Vorpommerns.

Die Via Baltica, der baltische Weg der Jakobspilger, erstreckt sich von den baltischen Ländern über Usedom, Rostock, Wismar, Lübeck, Hamburg nach Bremen und Osnabrück und führt dann als Westfälischer Weg weiter nach Köln. Dort verbindet er sich mit den alten Pilgerwegen durch Belgien und Frankreich nach Spanien mit dem Ziel Santiago de Compostela.

Das Teilstück durch Mecklenburg-Vorpommern führt über 16 Etappen vom polnischen Swinoujscie in die Hansestadt Lübeck. Überall trifft man auf Zeichen einstiger Gottgefälligkeiten. Fast jedes Dorf besitzt eine solide Kirche, gewaltige Kirchtürme bestimmen die Silhouette der Städte und auch die einst erhabenen Klöster zeugen vom Gottvertrauen ihrer Erbauer.

In den sorgsam restaurierten Hansestädten wird die Geschichte des Landes wieder lebendig. Die Universitäts- und Hansestadt Greifswald liegt als erstes auf dem Weg und begeistert seine Gäste bereits an der Stadtgrenze mit der Klosterruine Eldena. In der Hansestadt Rostock zeugen dicke Mauern und tiefe Wallgräben von der Wehrhaftigkeit der einst mächtigen Hansemetropole. Dass das Mittelalter lebt wird jedem spätestens in der dritten Hansestadt entlang des Weges deutlich. Der Stadtgrundriss der von der UNESCO zum Welterbe gekrönte Hansestadt Wismar blieb über viele Hundert Jahre nahezu unverändert. Und wie ehedem überragen drei himmelshohe Backsteinkathedralen die Stadt.

Außerhalb der Städte wandert man meist fernab großer Straßen durch Wälder und Wiesen, rastet an kleinen Seen und erblickt in der Ferne die Ostsee. Aber auch die ländliche Idylle bietet einiges mehr: Im Lassaner Winkel können Pilger beispielsweise im Duft- und Tastgarten Papendorf über 300 verschiedene Heil- und Gewürzpflanzen entdecken, sich eine Auszeit bei einer Klangmassage nehmen oder im Café einer Webwerkstatt alte Handwerkskunst erleben.

Die in Spanien gängige Praxis der Gastfreundschaft wird auch auf der norddeutschen Route in vielen Kirchengemeinden gelebt. Voraussetzung ist die Vorlage des Pilgerbriefes, der zumeinst gegen eine kleine Gebühr oder Spende von allen Jakobus-Gesellschaften ausgestellt wird.

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Toureninfo


  • Länge der Tour: 360 km
  • Etappen: 16 Tage
  • Bahnanbindung: Swinoujscie, Lübeck
  • Markierung: gelbe Jakobsmuschel bzw. gelber Pfeil
  • Sehenswert: Hansestädte Greifswald, Rostock und Wismar, Klosterruine Eldena, Doberaner Münster

  • Signet Pilgerweg Via Baltica
  • Urlaub mal anders - Pilgerwanderung im Lassaner Winkel, © TMV/Foto@Andreas-Duerst.de
    Urlaub mal anders - Pilgerwanderung im Lassaner Winkel
  • Wahrzeichen Greifswalds und zu Weltruhm gelangt durch Romantiker Caspar David Friedrich: Die Klosterruine Eldena, © TMV/Grundner
    Wahrzeichen Greifswalds und zu Weltruhm gelangt durch Romantiker Caspar David Friedrich: Die Klosterruine Eldena
  • Maritime Geschäftigkeit: Großseglern im Hafen der Hansestadt Rostock, © TMV/Legrand
    Maritime Geschäftigkeit: Großseglern im Hafen der Hansestadt Rostock
  • Ruhepol inmitten der Hansestadt Rostock - das idyllische Kloster zum Heiligen Kreuz, © TMV/Grundner
    Ruhepol inmitten der Hansestadt Rostock - das idyllische Kloster zum Heiligen Kreuz
  • Die St.-Nikolai-Kirche in Wismar aus dem 15. Jahrhundert hat den Zweiten Weltkrieg heil überstanden - Ihr 37 Meter hohes Mittelschiff gehört zu den höchsten Kirchenräumen der Backsteingotik, © Martin Poley
    Die St.-Nikolai-Kirche in Wismar aus dem 15. Jahrhundert hat den Zweiten Weltkrieg heil überstanden - Ihr 37 Meter hohes Mittelschiff gehört zu den höchsten Kirchenräumen der Backsteingotik
  • Romantisch schön, am Morgen die Stille der Natur und einen märchenhaften Blick auf die Felder genießen., © LANDURLAUB MV/Margit Wild
    Romantisch schön, am Morgen die Stille der Natur und einen märchenhaften Blick auf die Felder genießen.
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Am Weiher – 17440 Papendorf bei Lassan

Duft- und Tastgarten Papendorf

Wandeln auf dem ausführlichen Barfussweg, © Gerhard Mersch

Ein Ort zum Lernen und Verweilen! Der Duft- und Tastgarten Papendorf lädt Sie in die Welt der Heil-, Gewürz-, Duft- und Giftpflanzen ein. Der Garten ist sortiert in spezifische Themenbeete, liebevoll und naturnah gestaltet. Während einer einstündigen fachkundigen Führung gehen wir auf Ihre Interessen ein und stellen Ihnen einzelne Pflanzen vor.

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3

Wolgaster Landstraße – 17493 Greifswald

Klosterruine Eldena

Greifswald Klosterruine Eldena, © Bernd Lindow

Die Ruinen der Klosteranlage befinden sich in Greifswald. Um 1800 sollten die Überreste des Klosters abgerissen werden, jedoch machten die Gemälde und Zeichnungen Caspar David Friedrich auf den Zustand der Ruinen aufmerksam und führten 1828 zur Sicherung der heutigen Ruinen.

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Domstraße – 17489 Greifswald

Dom St. Nikolai Greifswald

Fast genau 100 Meter ragt die Spitze des Doms in die Höhe, © Sven Fischer

Der Greifswalder Dom gehört zu den schönsten Sakralbauten Norddeutschlands. Er überragt mit seinem 100 m hohen Turm die Hansestadt Greifswald. Von seiner Turmgalerie aus hat man einen eindrucksvollen Ausblick bis hin zur Insel Rügen.

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7

Kirchplatz – 18465 Tribsees

Stadtkirche St. Thomas Tribsees

Blick von der Papenstraße auf St. Thomas, © Sabrina Wittkopf-Schade

Ein kirchliches Kleinod ist die St. Thomaskirche in Tribsees, die um 1320 im gotischen Stil erbaut wurde und heute das Stadtbild prägt. Brände und unterschiedliche Glaubensrichtungen formten Inneres und Äußeres. Später folgte ein neugotischer Umbau. Wertvollstes Interieur ist der geschnitzte Mühlenaltar aus dem zweiten Viertel des 15. Jahrhunderts.

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Saline – 18334 Bad Sülze

Salzmuseum Bad Sülze

Museumshof mit Museumsscheune, Siedehaus, Steinbackofen und Remise, © Kultur- und Heimatverein Bad Sülze e.V.

Das Salzmuseum präsentiert die Geschichte der Salzgewinnung aus der Sülzer Sole, die Kur- und Badegeschichte und zeigt einige andere Gewerke der Stadt. In zwei Sonderausstellungsräumen zeigen wir vier bis fünf Mal im Jahr Ausstellungen ganz anderer Art. Kinder und Erwachsene sind vor allem vom Fahren mit der Moorbahn begeistert.

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Am Kirchplatz – 18334 Bad Sülze

Kirche in Bad Sülze

Die Kirche aus der Sicht der alten Stadtgrenze mit alter Schule aus südwestlicher Richtung., © Lutz Werner

Von westfälischen Bauern, die sich an den Sülzer Salzquellen niederließen, im 13. Jahrhundert auf dem höchsten Punkt des Ortes errichtete Backsteinkirche.

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Bei der Kirche – 18334 Kölzow

Dorfkirche Kölzow

Der Kirchturm - so läuft man auf die Kirche zu., © Lutz Werner

Die Dorfkirche Kölzow ist eine der schönsten und auch ältesten Feldsteinkirchen Mecklenburg-Vorpommerns. Mit dem Bau der Dorfkirche Kölzow wurde 1205 im Auftrag der örtlichen Lokatorenfamilie von der Lühe begonnen, die während der Zeit ihres Besitzes des Gutes Kölzow auch das Kirchenpatronat innehatte.

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Außenansicht des Gebäudes der ehemaligen Stasi-Untersuchungshaftanstalt in Rostock, © BStU-Außenstelle Rostock

Die Untersuchungshaftanstalt der Stasi in Rostock wurde Ende der 1950er Jahre gebaut. In den etwa 50 Zellen konnten 110 Frauen und Männer gleichzeitig inhaftiert werden. Seit 1998 gehört die frühere Untersuchungshaftanstalt zum "Dokumentationszentrum für die Opfer deutscher Diktaturen", welches in einer Mischung aus musealer Präsentation und historischer Dokumentation über den DDR-Staatssicherheitsdienst als wichtigste innere Stütze der SED-Herrschaft informiert.

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Am Ziegenmarkt – 18055 Rostock

St.-Marien-Kirche zu Rostock

Marienkirche Rostock, © TZ Rostock

St. Marien ist Rostocks größte und bedeutendste Kirche, 1232 erstmals urkundlich erwähnt. Querschiff und Langhaus der kreuzförmigen Basilika sind gleich lang und betonen den wuchtigen und geschlossenen Eindruck. Die Kirche hat eine kostbare Ausstattung, wie z. B. die älteste mit Originalteilen funktionierende astronomische Uhr in Norddeutschland aus dem Jahr 1472 sowie eine bronzene Tauffünte aus dem Jahr 1290.

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Klosterhof – 18055 Rostock

Kloster zum Heiligen Kreuz

Blick von den Wallanlagen auf das Kloster zum Heiligen Kreuz, © Irma Schmidt

Das ehemalige Zisterzienser-Nonnenkloster wurde im Jahre 1270 durch die dänische Königin Margarete gestiftet. Benannt wurde das Kloster nach einem Splitter vom Kreuz Jesu Christi.

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– 18055 Rostock

Wallanlagen Rostock

Wallanlagen beim Kloster zum Heiligen Kreuz, © Irma Schmidt

Die Wallanlagen wurden 1270 für die Stadtverteidigung angelegt. Die ehemals über 3 km lange Stadtmauer mit vielen Türmen und Wiekhäusern und 22 Toren auf stark unterschiedlichem Höhenniveau (30 m) wurde später zur Parkanlage umgestaltet.

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Klosterstraße – 18209 Bad Doberan

Münster Bad Doberan

Doberaner Münster - Perle der Backsteingotik, © VMO, Alexander Rudolph

Die Zisterzienserklosterkirche aus dem 13. Jahrhundert verfügt über die reichste mittelalterliche Ausstattung aller Zisterzienserkirchen europaweit.

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Alter Hafen – 23966 Wismar

Alter Hafen Wismar

Ein Highlight der Hansestadt - Der Alte Hafen Wismars, © TZ Wismar, Alexander Rudolph

Der Alte Hafen hat sein Hafenbecken in Lage und spezifischer Formgebung seit dem Jahr 1211 weitestgehend erhalten. Als Anlegestelle für Ausflugsdampfer, Liegeplatz für Freizeitkapitäne und Traditionsschiffe, wie die Kogge und die Atalanta, hat der Hafen weiterhin Bedeutung.

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St.-Nikolai-Kirchhof – 23966 Wismar

St. Nikolai-Kirche Wismar

St. Nikolai Kirche Wismar, © TZ Wismar, Alexander Rudolph

St. Nikolai war die Kirche der Schiffer und Fahrensleute. Ihr 37 Meter hohes Mittelschiff ist das vierthöchste Kirchenschiff Deutschlands. Mit dem Bau der heutigen Kirche wurde im 14. Jahrhundert begonnen.

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