Naturparkweg in Mecklenburg-Vorpommern E9a (907 Kilometer)

Meer zu Seen im Norden

Der Naturparkweg in Mecklenburg-Vorpommern verläuft auf 907 Kilometern quer durch das Binnenland vom Biosphärenreservat Schaalsee bis zur Insel Usedom. Er verbindet unzählige glitzernde Seen, sanfte Hügel, Schatten spendende Wälder mit Strand und Meer. Alle sieben Naturparke Mecklenburg-Vorpommerns können entlang des Weges entdeckt werden. Aber auch romantische Gutshäuser und malerische Dörfer, See- und Fischadler, Kraniche und Störche über den Wanderern sowie Fischotter und Biber zwischen Seerosen, Schwertlilien und Orchideen im Wasser garantieren einmalige Naturerlebnisse. Die Südroute ist bis Altwarp als Europäischer Fernwanderweg E9a ausgewiesen.

Der Naturparkweg in Mecklenburg-Vorpommern startet im Biosphärenreservat Schaalsee, einem grünen Mosaik aus stillen Wäldern, klaren Seen, Mooren, Feldern und Weiden. Die Gletscher der letzten Eiszeit formten den Schaalsee. Die Landeshauptstadt Schwerin und ihr imposantes Schloss krönen den ersten Teil des Weges durch das eiszeitliche Hügelland. Aus der kleinsten Landeshauptstadt Deutschlands führt der Weg direkt in die Stille des Naturparks Sternberger Seenlandschaft. Dieser ist geprägt von den tief eingeschnittenen Durchbruchstälern der Warnow, zahlreichen glasklaren Seen und historischen Highlights wie dem Archäologischen Freilichtmuseum Groß Raden mit seinen originalgetreuen Nachbauten von Wohn- und Handwerksstätten der nordwestslawischen Stämme vor tausend Jahren. Hinter dem Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide mit seinen alten Kiefernwäldern, dem historischen Kloster Dobbertin, herrschaftlichen Gutshäusern und sternenklaren Nächten teilt sich der Weg in die Nord- und Südroute.

Südroute des Naturparkweges E9a – Von See zu See bis ans Meer

Die Südroute verläuft auf 750 Kilometern quer durch das Binnenland vom Biosphärenreservat Schaalsee bis zur Insel Usedom und ist bis Altwarp als Europäischer Fernwanderweg E9a ausgewiesen. Zentrum der Südroute des Naturparkweges ist die Müritz – Deutschlands größter Binnensee. Am Ostufer des "Kleinen Meeres", wie die Müritz auch genannt wird, beginnen der Müritz-Nationalpark und die Stille der Mecklenburgischen Kleinseen.

Alljährlich sammeln sich im Herbst Tausende von Kranichen in der Müritzregion, um noch einmal Kraft zu schöpfen vor dem Weiterflug in die Winterquartiere. Lautes Trompeten erfüllt dann die Luft und abends ziehen die „Vögel des Glücks“ in großen und kleinen Trupps zu ihren Schlafplätzen. Glasklare bis zu 60 Meter tiefe Seen, Buchenwälder, deren Baumkronen schon seit mehr als drei Jahrhunderten in den Himmel ragen, kleine Dörfer mit uralten Feldsteinkirchen und wunderbar heimeligen Kaffeestuben prägen die Feldberger Seenlandschaft. Hier lohnt die Fahrt mit der Luzinfähre – einer der letzten handbetriebenen Seilfähren Europas – über den türkisgrün schimmernden Schmalen Luzin.

Für ein eindrucksvolles Finale der Südroute sorgen der weite Blick über das Stettiner Haff und die Ankunft auf der Sonneninsel Usedom. In Heringsdorf können Wanderer sich auf dem Baumwipfelpfad mit mächtigen Baumkronen urwüchsiger Buchen und Kiefern auf Augenhöhe bewegen. Der 33 Meter hohe Aussichtsturm bietet ein beeindruckendes Panorama in alle Himmelsrichtungen und zeigt die Insel in ihrer ganzen Vielfalt – den breiten feinsandigen Ostseestrand, die Kaiserbäder mit ihren Seebrücken und das ruhige Achterwasser mit verträumten Dörfern und blühenden Salzwiesen.

Weitere Informationen, Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte und Routingfunktionen für die Südroute finden Sie auf Outdooractive.

Nordroute – Stille Seen und eiszeitliche Hügelketten

Die Nordroute führt durch die hügelige Landschaft im Herzen Mecklenburgs. Sie mutet an wie ein Mittelgebirge und trägt deshalb den Namen "Mecklenburgische Schweiz". Sie gilt als typische Kulturlandschaft mit reicher Naturausstattung und vielen Gutshäusern, Schlössern und Gärten. Bereits am Anfang der Nordroute bietet der 96 Meter hohe Röthelberg einen der schönsten Ausblicke auf den Naturpark Mecklenburgische Schweiz und Kummerower See. Hier breitet sich eine Landschaft mit fließenden Linien aus, durchbrochen von Feldgehölzen, Hecken, Alleen und kleinen Dörfern. Dazwischen stehen einsame Eichen, manche schon seit 600 Jahren.

Im Herbst und im Frühjahr rasten auf den Äckern tausende Gänse und hunderte Kraniche. Auf dem Weg über die geschwungenen Hügelketten begleiten den Wanderer beeindruckende Ausblicke auf den Malchiner und Kummerower See.

Die letzte Strecke führt dann nördlich oder südlich des Peenetals durch die außergewöhnliche Flusslandschaft bis Demmin. Die Nordroute wird in den nächsten Jahren im Naturpark Flusslandschaft Peenetal Stück für Stück fertiggestellt und führt dann zukünftig bis zur Insel Usedom.

Weitere Informationen, Sehenswürdigkeiten, Unterkünfte und Routingfunktionen für die Nordroute finden Sie auf Outdooractive.

 +++ Die Ausschilderung des Naturparkweges in Mecklenburg-Vorpommern wird im Laufe des Jahres 2021 komplettiert. Bis dahin nutzt man zur Navigation am besten die Outdooractive App. +++

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Toureninfo


  • Länge der Tour: 907 km
  • Bahnanbindung: Schwerin, Waren, Neustrelitz, Torgelow, Seebäder der Insel Usedom, Wolgast, Anklam
  • Markierung: blauer Querstreifen auf weißem Grund
  • Sehenswert: Informationszentren der Nationalen Naturlandschaften, Schloss Schwerin, Müritzeum, Luzinfähre, Ukranenland Torgelow, Baumwipfelpfad Heringsdorf
  • Hinweis: Die Ausschilderung des Naturparkweges in Mecklenburg-Vorpommern wird im Laufe des Jahres 2021 komplettiert. Bis dahin nutzt man zur Navigation am besten die Outdooractive App

  • Wanderer genießen die Aussicht auf den Schmalen Luzin in der Feldberger Seenlandschaft, © TMV/Foto@Andreas-Duerst.de
    Wanderer genießen die Aussicht auf den Schmalen Luzin in der Feldberger Seenlandschaft
  • Ein gut ausgebautes Wegenetz auf dem Naturparkweg lädt zu abwechslungsreichen Touren ein. Jeder Routenabschnitt ist ein Erlebnis für sich und auch für Anfänger geeignet., © TMV/Roth
    Ein gut ausgebautes Wegenetz auf dem Naturparkweg lädt zu abwechslungsreichen Touren ein. Jeder Routenabschnitt ist ein Erlebnis für sich und auch für Anfänger geeignet.
  • Tief - tiefer - Schaalsee: der tiefste See Norddeutschlands, © TMV/Foto@Andreas-Duerst.de
    Tief - tiefer - Schaalsee: der tiefste See Norddeutschlands
  • Neue Wege: Über Stock und Stein, durch den Wald oder rund um den See, zu zweit oder mit Freunden - Hauptsache raus in die Natur. Davon hat Mecklenburg-Vorpommern reichlich. , © TMV/Roth
    Neue Wege: Über Stock und Stein, durch den Wald oder rund um den See, zu zweit oder mit Freunden - Hauptsache raus in die Natur. Davon hat Mecklenburg-Vorpommern reichlich.
  • Wanderer auf naturbelassenen Wegen in der Feldberger Seenlandschaft , © TMV/Foto@Andreas-Duerst.de
    Wanderer auf naturbelassenen Wegen in der Feldberger Seenlandschaft
  • Verträumt an der Heringsdorfer Seebrücke, © Usedom Tourismus GmbH
    Verträumt an der Heringsdorfer Seebrücke
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Am Badestrand – 19246 Zarrentin

Strandbad Zarrentin

Das Strandbad Zarrentin ist bei Familien mit Kindern sehr beliebt., © Gabriele Skorupski

Mit seinen 72 Metern ist der Schaalsee der tiefste See Norddeutschlands. Viele kleine Uferstellen laden rund um den See in das glasklare Wasser ein. Die gut ausgestattete Badestelle in Zarrentin wartet mit Rutsche, Spielmöglichkeiten, Imbiss und einem nostalgischen Badehäuschen auf.

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Lennéstraße – 19053 Schwerin

Museum Schloss Schwerin

Blick in den Thronsaal des Großherzogs in den Wohn- und Prunkappartements des Museum Schloss Schwerin, © Lothar Steiner © Staatliches Museum Schwerin

Unüberschaubar viele Türme und Türmchen ragen in den Himmel, gekrönt von goldenen Kuppeln und funkelnden Zinnen. Innen strahlen die Museumsräume in der Pracht herzoglicher Zeiten.

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Alter Garten – 19055 Schwerin

Mecklenburgisches Staatstheater

grosses_haus_zuschauerraum_silke_winkler, © Silke Winkler

Das Mecklenburgische Staatstheater in der schönen Landeshauptstadt Schwerin hat viel zu bieten: Ein talentiertes Schauspielensemble, ein vielseitiges Musiktheater, die drittälteste deutsche Staatskapelle, eine internationale Ballettcompagnie, das Junge Staatstheater Parchim und die traditionsreiche Fritz-Reuter-Bühne - up Platt, sowie als Spielzeit-Höhepunkt jeden Sommer die SCHLOSSFESTSPIELE SCHWERIN des Mecklenburgischen Staatstheaters. Große Oper trifft hier auf prachtvolle Schlosskulisse, Sternenhimmel und einen der schönsten nordeuropäischen Plätze, Theater im Schlossinnenhof bietet eine einzigartige Kulisse.

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Dorfstraße – 19406 Kobrow II

Kutschenmuseum Kobrow

mecklenburger_museumsdorf_kobrow

Mit ihren über 200 Kutschenwagen, Fuhrwerke und Schlitten gehört die Kobrower Sammlung zu den reichhaltigsten und bedeutsamsten von Deutschland. Die eleganten Mylords, Coupès, Wagonetten, Landauer, Victoria-Kutschen, Phaetons und Jagdwagen zeigen die große Vielfalt an Bauarten. Es gibt ein Museumscafé mit leckerem Kuchen.

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Zur Steinmole – 17192 Waren (Müritz)

MÜRITZEUM - Das NaturErlebnisZentrum in Waren (Müritz)

Den Taucher beim Füttern und Säubern im Aquarium beobachten, © Müritzeum / A. Duerst

Das Müritzeum zeigt in einer interaktiven Ausstellung die Schönheiten und Besonderheiten der Mecklenburgischen Seenplatte und des Müritz-Nationalparks. In Deutschlands größter Aquarienlandschaft für heimische Süßwasserfische taucht man unter die Wasseroberfläche der 1000 Seen.

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Blick auf die Nationalpark-Information Serrahn, © TMV/Bodieschek

Im kleinen, tief im Wald gelegenen Ort Serrahn besteht die Möglichkeit, in der Nationalpark-Information die Ausstellung zum UNESCO-Weltnaturerbe "Buchenurwälder der Karpaten und Alte Buchenwälder Deutschlands" zu besuchen.

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Am Bahnhof – 17424 Heringsdorf

Baumwipfelpfad Usedom

Der Baumwipfelpfad besteht aus einem hölzernen Steg, der sich durch die Baumkronen windet, und einem 33 Meter hohen Aussichtsturm., © Erlebnis Akademie AG/Baumwipfelpfad Usedom

Auf Höhe der Baumkronen schlängelt sich der Baumwipfelpfad Usedom auf einer Gesamtlänge von 1.350 Metern (inkl. Rampe im Turm) durch den Heringsdorfer Wald. In bis zu 23 Metern spazieren die Gäste durch den inseltypischen Buchen- und Kiefernbestand – vorbei an zahlreichen Informations- und Erlebnisstationen.

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