Radfernweg Berlin-Usedom

Von der Hauptstadt auf die Sonneninsel

Usedom galt schon zu Kaisers Zeiten als „Badewanne der Berliner“. Während die feine Gesellschaft mit Dampfeisenbahnen in die glanzvollen Seebäder reiste, touren heute immer mehr Genießer auf dem Rad gen Norden. Denn schon der Weg zum feinsandigen und sonnenverwöhnten Ostsee-Paradies ist ein Erlebnis für sich.

Mitten im pulsierenden Zentrum der Weltstadt Berlin startet die Reise zur Sonneninsel Usedom. Ab Prenzlau „fliegen“ die Radfahrer förmlich über die flachen Wiesen der Uckermark Mecklenburg-Vorpommern entgegen. Das Flüsschen Uecker begleitet sie durch den Naturpark Am Stettiner Haff bis nach Ueckermünde. In den feuchten Wiesen und zwischen blühenden Seerosen wimmelt es von Vögeln, Lurchen und Schmetterlingen. Nördlich von Pasewalk übernimmt der Wald die Regentschaft. Bis zum Haff reicht das Meer aus grünen Kiefern, weißen Birken und violettem Heidekraut.

Wie ein Leuchtfeuer thront der Schlossturm von Ueckermünde über der Altstadt. Ein buntes Gewimmel aus Segelbooten, Fischerkähnen und Passagierschiffen verbreitet maritimes Flair. Westlich der Hafenstadt wechseln sich gemütliche Fischerdörfer mit feinsandigen Badestränden ab.

In Anklam, der Geburtsstadt des Flugpioniers Otto Lilienthal, neigen selbst erdverbundene Radfahrer zu Höhenflügen. Schnell geht es über eine Klappbrücke auf die Insel Usedom. Beim Durchqueren des urwüchsigen Hinterlandes wird schnell klar, warum die Insel zum Naturpark erklärt wurde. Die Promenade zwischen den Kaiserbädern Ahlbeck, Heringsdorf und Bansin führt vorbei an prächtigen Villen des goldenen Zeitalters. Unterhalb breitet sich der längste Sandstrand der Ostseeküste aus, der von eleganten Seebrücken unterteilt wird. An der schmalsten Stelle der Insel bei Lüttenort eröffnet sich vom Radweg aus der Blick auf das Achterwasser. Fasziniert von der betörenden Landschaft errichtete hier der Maler Otto Niemeyer-Holstein sein Atelier und Wohnhaus.

Streckencharakteristik:
Der Radfernweg Berlin-Usedom verläuft in Ostvorpommern überwiegend auf gut ausgebauten Radwegen oder Nebenstraßen. Es gibt jedoch auch kurze Streckenabschnitte mit ortstypischen Betonplattenwegen. Auf der Insel Usedom führt die Route hauptsächlich über asphaltierte Radwege und ruhige Nebenstraßen. Im Süden der Insel führt die Route über einige unbefestigte Wald- und Feldwege.

Informationen zum Brandenburgischen Abschnitt des Radfernweges Berlin-Usedom

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Toureninfo


  • Gesamtlänge:  335 km
  • Etappen: 8 Tage
  • Bahnhöfe: Berlin, Pasewalk, Anklam, Peenemünde
  • Sehenswert: Naturpark Stettiner Haff, Lagunenstadt Ueckermünde und Hansestadt Anklam, Naturpark Insel Usedom, Bäderarchitektur der Insel Usedom

  • Radler an der Seebrücke von Ahlbeck auf der Insel Usedom, © TMV/Werk3
    Radler an der Seebrücke von Ahlbeck auf der Insel Usedom
  • Strahlend blauer Himmel und weißer Sandstrand - idyllische Bucht am Stettiner Haff, © TMV/Legrand
    Strahlend blauer Himmel und weißer Sandstrand - idyllische Bucht am Stettiner Haff
  • Beeindruckende Zeitzeugen: Flugmodelle im Otto-Lilienthal-Museum in Anklam, © TMV/Werk 3
    Beeindruckende Zeitzeugen: Flugmodelle im Otto-Lilienthal-Museum in Anklam
  • Maritime Idylle: Segelschiffe vertaut im Stadthafen des vorpommernschen Ueckermünde, © TMV/ Legrand
    Maritime Idylle: Segelschiffe vertaut im Stadthafen des vorpommernschen Ueckermünde
  • Die strahlend weiße Bäderarchitektur auf Usedom ist ein ganz besonderer Blickfang, © TMV/Grundner
    Die strahlend weiße Bäderarchitektur auf Usedom ist ein ganz besonderer Blickfang
Museum im Prenzlauer Torturm, © Stadt Pasewalk

Das Museum im Prenzlauer Tor-Turm zeigt die Pasewalker Stadtgeschichte. Das Stadtmuseum befindet sich in Teilen der ehemaligen Stadtbefestigung, u.a. im Prenzlauer Tor. Auf mehreren Etagen gibt es Informationen zur Ur- und Frühgeschichte, zur Stadtgeschichte Pasewalks und wechselnde Kunstausstellungen.

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Jatznicker Straße – 17358 Torgelow

Ukranenland - Historische Werkstätten

Slawenboote auf der Uecker am Ukranendorf, © Leo Seidel

Das Freilichtmuseum Ukranenland ist von Mai bis Oktober, täglich von 10-17 Uhr geöffnet. Es ist die Rekonstruktion einer slawischen Siedlung des 9./10. Jahrhundert auf den Ueckerwiesen am Stadtrand.

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Das Besucherinformationszentrum am Bahnhof in Eggesin, © U. Steinhäuser

Im Nordosten des Landes, in direkter Nachbarschaft zur Republik Polen befindet sich dieser Naturpark. Er ist vor allem durch die natürlichen unverbauten Abschnitte der Haffküste sowie Haffwiesen, weite Waldkomplexe der Ueckermünder Heide, die Uecker- und Randow-Niederungen und die Brohmer Berge charakterisiert. Das Besucherinformationszentrum als zentrale Anlaufstelle für Gäste befindet sich am Bahnhof in Eggesin.

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Altes Bollwerk – 17373 Ueckermünde

Stadthafen Ueckermünde

Stadthafen im Zentrum des Seebades Ueckermünde, © Stadt Seebad Ueckermünde

Der Stadthafen Ueckermünde ist der bedeutendste Hafen am Kleinen Haff. Der Stadthafen liegt am Fluss Uecker vor einer Klappbrücke und dem Abzweig des Köhnschen Kanals.

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Am Rathaus – 17373 Ueckermünde

Haffmuseum im Schloss Ueckermünde

Ein Burgfräulein begrüßt die Besucher im Haffmuseum, © Haffmuseum

Lust auf Geschichte? Im Ueckermünder Haffmuseum gibt es hierüber eine Fülle zu entdecken. Ob Oster- und Weihnachtsausstellung, Mit-Mach-Aktionen oder durch die interaktive Führung durch das heimatliche Haffmuseum, kleine und große Besucher sind begeistert. Wer die 74 Stufen im Schlossturm erklommen hat, wird mit einer großartigen Aussicht bis nach Usedom belohnt.

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7

Nikolaikirchstraße – 17389 Anklam

Nikolaikirche Anklam

Blick auf die geschichtsträchtige Nikolaikirche in Anklam, © E.Steiner, Anklam-Information

Die Nikolaikirche im Zentrum der Hansestadt Anklam, ganz in der Nähe der Peene, ist eines der wenigen erhaltenen Zeugen der Backsteingotik aus der 750 Jahre zurückliegenden Gründungszeit Anklams. Mit der Galerie der "Wappenfenster der Hanse" wird in der Nikolaikirche ein für Europa einzigartiges Denkmal geschaffen.

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Bäderstraße – 17406 Usedom

Naturpark-Informationszentrum Insel Usedom

Besucherinformationszentrum und Stadtinformation im Klaus-Bahlsen-Haus, © J. Bengs

Die Insel Usedom zählt zu den vogelreichsten Gebieten Deutschlands. Insgesamt wurden über 280 Arten beobachtet, 150 davon brüten auch hier. Allein 11 Greifvogelarten brüten regelmäßig im Naturpark, darunter der Seeadler. Das Naturpark-Informationszentrum Insel Usedom befindet sich neben der Stadtinformation Usedom im Erdgeschoss des Klaus-Bahlsen-Hauses Usedom. Mit großem Engagement und großzügiger Unterstützung der gleichnamigen Stiftung konnte dieses Besucherzentrum aufgebaut und eingerichtet werden.

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11

Dünenstraße – 17419 Seebad Ahlbeck

Seebrücke Ahlbeck

Die Seebrücke Ahlbeck ist in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben, © TMV/Fischer

Die Seebrücke Ahlbeck gilt als das Wahrzeichen der Insel Usedom und stammt wie die meisten der in der Nähe befindlichen Bäderarchitektur-Villen aus dem vorletzten Jahrhundert.

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12

Lüttenort – 17459 Koserow

Atelier Otto Niemeyer-Holstein

Atelier Otto-Niemeyer-Holstein, © Atelier Otto-Niemeyer-Holstein

Das Atelier Otto Niemeyer-Holstein zählt zu den besonderen Anziehungspunkten der Insel Usedom: ein Refugium in dem sich Kunst und Natur unmittelbar begegnen.

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13

An der Strandpromenade – 17454 Zinnowitz

Seebrücke Zinnowitz mit Tauchgondel

Tauchgondel an der Zinnowitzer Seebrücke, © Sabrina Wittkopf-Schade

Die Tauchgondel am Kopf der 315 Meter langen Seebrücke bietet Ihnen die Möglichkeit, trockenen Fußes eine Tauchfahrt in die Ostsee zu unternehmen und den Lebensraum unter den Wellen näher kennenzulernen.

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14

Im Kraftwerk – 17449 Peenemünde

HTM Historisch-Technisches Museum Peenemünde

Großexponate im Historisch-Technischen Museum Peenemünde, © HTM Peenemünde GmbH

In der Heeresversuchsanstalt Peenemünde gelang 1942 der weltweit erste Start einer Rakete ins All. Das Historisch-Technische Museum dokumentiert heute einen der spektakulärsten, gleichzeitig aber auch einer der gefährlichsten technischen Durchbrüche des 20. Jahrhunderts.

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