• Die Vorpommersche Boddenlandschaft - wo Wind und Wellen das Antlitz der Natur formen, © TMV/Grundner
    Die Vorpommersche Boddenlandschaft - wo Wind und Wellen das Antlitz der Natur formen
  • Unberührt und vom Ostseewind geprägt: Dünen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft, © TMV/Grundner
    Unberührt und vom Ostseewind geprägt: Dünen im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft
  • Der Natur freien Raum lassen - im Nationalpark Jasmund, © TMV/Agentur Waterkant
    Der Natur freien Raum lassen - im Nationalpark Jasmund
  • Bis zur Kreidesteilküste: Der weite Buchenwald auf Rügen, © TMV/Neumann
    Bis zur Kreidesteilküste: Der weite Buchenwald auf Rügen
  • Der Müritz-Nationalpark besticht durch eine einzigartige Balance von Wald- und Wassergebieten, © TMV/Steindorf-Sabath
    Der Müritz-Nationalpark besticht durch eine einzigartige Balance von Wald- und Wassergebieten
  • Im Müritz-Nationalpark seit Jahrhunderten fest verwurzelt, © TMV/Steindorf-Sabath
    Im Müritz-Nationalpark seit Jahrhunderten fest verwurzelt
  • Goldene Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg zwischen Buchen zum Waldboden, © TMV/Steindorf-Sabath
    Goldene Sonnenstrahlen bahnen sich ihren Weg zwischen Buchen zum Waldboden
  • Steinstrand an der Stubbenkammer auf der Insel Rügen, © TMV/Messerschmidt
    Steinstrand an der Stubbenkammer auf der Insel Rügen

Nationalparks

Schatzkammern der Natur

"Natur Natur sein lassen" - das ist das Ziel der Nationalparks in Deutschland. Allein drei sind in MV beheimatet.

Was sind Nationalparks?

Nationalparks sind großräumige Schutzgebiete, in denen sich Ökosysteme in ihrer Komplexität und der verwickelten Gesamtheit ihrer Prozesse frei entfalten sollen. Hier geht es darum, dass die Natur ihre eigene Wahl trifft, dass sie eigene Wege geht und der Mensch weder lenkend, noch pflegend oder nutzend eingreift. Nationalparks wollen die Natur nicht in die vermeintlich richtige Richtung entwickeln.

Nationalparks schützen nicht nur die hier lebenden Pflanzen und Tiere - sie sind für wandernde Arten ein wichtiger Trittstein und Teil eines weltumspannenden Biotopverbundes. Dies trifft für Mecklenburg-Vorpommern in besonderer Weise zu, denn hier rasten jedes Jahr Millionen von Zugvögeln. Solche Rückzugsgebiete für Flora und Fauna sind keine aufgeräumten Tiergärten. Aufmerksame und geduldige Besucher erhalten vielmehr Einblick in die tatsächliche Werkstatt der Natur.

Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft

Inseln und Halbinseln, Ostsee und Bodden-Lagunen sowie zahlreiche Sandbänke zwischen Fischland und Hiddensee bieten im größten Nationalpark des Landes ein ganz besonderes Erlebnis: Landabtragung und Neulandbildung - hier entsteht täglich ein neues Stück Deutschland. Dabei bestimmt der Wind, was zum Land gehört und was zum Meer. Dieser lange Küstensaum ist mit seinen vielen Inseln ein einzigartiges Vogelparadies. Im Frühjahr und im Herbst rasten hier allein bis zu 60.000 Kraniche - so viele wie nirgends sonst in Europa. Die weiten Offenlandschaften besitzen einen Ruhecharakter, der anderenorts kaum noch zu finden ist. Aber auch die großen Waldungen bestechen mit ihrer Naturbelassenheit. Im Darßer Urwald hat im Herbst der Rothirsch, gelegentlich vor der Kulisse der offenen Ostsee, seinen großen Auftritt.

Nationalpark Jasmund

Verzauberung und Bewunderung für die Kreidefelsen auf Rügen spricht schon aus Caspar David Friedrichs weltberühmten Gemälden. Kein Wunder, dass die bizarren weißen Kliffs zum Wahrzeichen der Insel wurden und Jahr für Jahr hunderttausende Besucher in den Nationalpark Jasmund ziehen. Glanzvoller Höhepunkt der Kreideküste ist der sich majestätisch bis auf 118 Meter über die Ostsee erhebende Königsstuhl. Unmittelbar neben diesem erwartet das Nationalpark-Zentrum KÖNIGSSTUHL mit vielfältigen Angeboten die Gäste des Nationalparks. Nach dem Besuch des Zentrums sollte man das Gebiet erwandern, denn es gibt viel zu entdecken in den altehrwürdigen Buchenwäldern: glucksende Quellen und stille Moore, malerische Bachtäler und gigantische Megalithgräber sowie den sagenumwobenen Herthasee, an dem sich der tausend Jahre alte Burgwall erhebt.

Müritz-Nationalpark

Im Herzen der Mecklenburgischen Seenplatte liegt der Müritz-Nationalpark. Hier befindet sich seit 1990 ein besonders wertvoller Ausschnitt der Seenplatte unter strengem Schutz. Typisch für diese Landschaft sind weite Wälder, glitzernde Seen und sagenumwobene Moore. Bezogen auf die reine Landfläche ist der Nationalpark mit seinen 32.200 Hektar der größte in Deutschland. Die zahlreichen Seen im Nationalpark sind Jagdgebiete für den Fischadler, der das Wappentier des Nationalparks ist. Etwa 20 Brutpaare sind hier zu Hause. Ganzjährig und ebenso häufig lassen sich Seeadler beobachten. Die Seen werden im Herbst gerne von durchziehenden Enten sowie Kranichen genutzt. Am Rederangsee südöstlich von Waren (Müritz) befindet sich mit bis zu 7.000 Tieren einer der größten Binnenrastplätze des Kranichs in Deutschland.

Schatzkammern der Natur

Informationsstellen zu Nationalparks in Mecklenburg-Vorpommern

Newsletter abonnieren » like uns auf